Büttgen: Neues Feuerwehrhaus bekommt keinen Aufzug

Rettungswache in Büttgen : Kein Aufzug für neues Feuerwehrhaus

Ein neuer Fahrstuhl hätte rund 70.000 Euro gekostet. Doch der Wunsch der SPD wurde abgelehnt.

Das Feuerwehrhaus in Büttgen wird nicht mit einem Fahrstuhl ausgestattet. Der Betriebsausschuss fasste jetzt einen klaren Beschluss. Neun Mitglieder stimmten gegen den Aufzug, lediglich die zwei Vertreter der SPD sprachen sich dafür aus, das neue Gebäude unverzüglich mit einem Aufzug nachzurüsten. Das hätte rund 70.000 Euro gekostet, hinzu wären Wartungskosten von jährlich etwa 5000 Euro gekommen.

Der Aufzugschacht war von Anfang an mit eingeplant worden, sodass ein nachträglicher Einbau möglich ist – und bleibt. Was die Verwaltung hervorhob: Es handelt sich nicht um ein öffentlich zugängliches Gebäude – vielmehr ist die Immobilie nur für einen begrenzten Benutzerkreis zugänglich. Im Rahmen der Genehmigung durch die Bauaufsichtsbehörde war der Einbau eines Fahrstuhls nicht gefordert worden. Sabine Kühl (SPD) zeigte sich enttäuscht: „Wir hätten es gern gesehen, wenn ein Aufzug eingebaut worden wäre, das ist wichtig für die Teilhabe von Menschen mit Handicap.“ Man habe auch als preiswertere Alternative über einen Treppenlift gesprochen. „Es handelt sich vielleicht um die schönsten Tagungsräume, die wir derzeit in Kaarst haben, aber wir sind zum jetzigen Zeitpunkt gegen einen Fahrstuhl“, erklärte Lars Christoph (CDU). Er sieht für die Zukunft die Feuerwehr als Hauptnutzerin. „Was sagt die Feuerwehr denn zu dem Vorschlag, einen Aufzug einzubauen?“, wollte Claude Köppe (Die Grünen) wissen. „Sie wünscht den Aufzug nicht“, erklärte die Technische Beigeordnete Sigrid Burkhart. Die Feuerwehrleute hätten erklärt, dass Nutzer aus ihren Reihen, die die Treppe nicht nutzen könnten, von den Kameraden hochgetragen werden. „Das ist sehr unangenehm für Rollstuhlfahrer und es kann für sie, aber auch für diejenigen, die die Personen hochtragen, gefährlich werden“, gab Sabine Kühl zu bedenken.

Sie hatte zuvor zu verstehen gegeben, dass der Raum im Obergeschoss auch für IT-Fortbildungen genutzt werden könne. Unter dem Aspekt, dass das neue Feuerwehrhaus mit einem Aufzug für Nutzungen attraktiv werden würde, die mit dem Brandschutz nichts zu tun haben, scheint es verständlich, warum der Löschzug auf diese Annehmlichkeit verzichten kann.