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Büttgen: Kita Lichtenvoorder Straße wird zum Haus der kleinen Forscher

Einrichtung ab der Lichtenvoorder Straße : Kita wird zum Haus der kleinen Forscher

Die Einrichtung an der Lichtenvoorder Straße in Büttgen hat das Mint-Siegel verliehen bekommen.

Die städtische Kindertagesstätte an der Lichtenvoorder Straße in Büttgen gilt nun als ein „Haus der kleinen Forscher“: Diese Aufschrift ziert das grüne Mint-Siegel – die Fächer Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik werden hier in besonderer Form vermittelt. Verliehen wurde die Zertifizierung durch Andreas Kolo von der gemeinnützigen Stiftung „Haus der kleinen Forscher“. Kolo ist für das lokale Netzwerk der Stiftung im Rhein-Kreis-Neuss zuständig.

Kita-Leiterin Maria Ölscher-Wohllebe möchte das technische Verständnis der Kinder fördern: „Das gehört zu unserem Bildungsauftrag“, erklärt sie. Man wolle die Kinder auf spielerische Art schon früh an diese Themen heranführen, um logisches Denken sowie Interesse und Verständnis zu wecken. Denn die Kita verfügt auch über einen „Forscherraum“, in dem spezielle Aktionen möglich sind. In ganztägigen Workshops werden alle Erzieherinnen zu den relevanten Themen ausgebildet. So verfügt das komplette Team über einen identischen Wissensstand, der in Projekten, im Alltag und täglichen Spiel umgesetzt wird.

Das bisher behandelte Thema war der elektrische Strom. Die Kinder lernten, wie man einen Schalter und funktionsfähigen Stromkreis baut – am Ende leuchtete die kleine Lampe tatsächlich und schuf ein echtes Erfolgserlebnis. „Die Kinder hatten viel Spaß dabei“, berichtet Maria Ölscher-Wohllebe. Als nächstes steht Mathematik auf dem Plan. Bürgermeisterin Ulrike Nienhaus freute sich sehr, dass in dieser Kita die Grundlagen für große und kleine Forscher geschaffen werden. Die Mint-Themen seien sehr wichtig und sie selbst habe diese Fächer in ihrer eigenen Schulzeit „leidenschaftlich gern“ behandelt. Die Kita Lichtenvoorder Straße hatte sich im Frühjahr 2019 um das Siegel beworben. Sie ist neben der Kita Robert-Bunsen-Weg die zweite städtische Kita mit dieser Auszeichnung. Die Retifizierung muss in zwei Jahren wieder beantragt werden, was aber als Formsache gilt.

Im November war das Albert-Einstein-Gymnasium (AEG) für weitere drei Jahre als „Mint-freundliche Schule“ ausgezeichnet worden. Die Schule hatte zehn von 14 Kriterien erfüllt. Insgesamt waren 150 Schulen in Nordrhein-Westfalen ausgezeichnet worden, 44 davon erhielten das Siegel zum ersten Mal. Am AEG wird Bildung und Förderung in diesen Fächern durch unterschiedliche Angebote betrieben. Hierzu gehört Informatik schon in Klasse 5 und 6, und in der Klasse 7 die sogenannte Einsteinstunde, in der naturwissenschaftliche Themen vermittelt werden, die nicht auf dem regulären Lehrplan stehen.