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Büttgen: Anwohner des Musikerviertels erhöhen Druck auf die Politik

Musikerviertel in Kaarst : Anwohner in Büttgen erhöhen den Druck auf Politik

Anwohner des Musikerviertels haben ihren Unmut über die Verkehrssituation CDU-Chef Lars Christoph mitgeteilt.

Dienstag, 14.30 Uhr an der Mozartstraße in Büttgen. Rund 20 Anwohner des Musikerviertels haben sich versammelt, um sich gemeinsam mit Lars Christoph die Verkehrssituation anzusehen. Die Anwohner bemängeln, dass durch den Bau eines Einfamilienhauses an der Ecke Mozartstraße/Lichtenvoorder Straße der geregelte Verkehr außer Kraft gesetzt ist. So die Kurzform. Dieter Dewenter, den die Anwohner zu Beginn zum Sprecher ernannt hatten, ging in seinen Ausführungen aber weit darüber hinaus und sprach von einem „Vertrauensbruch“ in Christophs Wahlkreis. „Wir haben dich als Kontrolleur der Verwaltung gewählt und nicht als Bettpartner“, sagte Dewenter: „Daher das letzte Angebot der Handreichung: Ziehe die Hose der Vernunft, des Verstandes und des Anstandes an.“

Doch dazu sagte Christoph nichts, er war eher an der Sache interessiert. „Der Bebauungsplan an dieser Stelle ist berechtigt“, sagte er auf die Kritik, dass das Haus erst gar nicht hätte gebaut werden dürfen. „Ich würde hier liebend gerne keine Diskussion über den genehmigten Bebauungsplan führen, sondern sachlich diskutieren“, so Christoph weiter. Und das wurde dann auch gemacht, obwohl einige Anwohner immer wieder mit Argumenten um die Ecke kamen, die der Sache nicht dienen. Ein Anwohner beispielsweise warf der Verwaltung vor, dass die Grundstücksbesitzer durch den Neubau enteignet werden würden. „Dem widerspreche ich an dieser Stelle ausdrücklich“, sagte Christoph. Seiner Meinung nach bestand an der Stelle bereits vor dem Baubeginn des neuen Hauses ein Zustand, der so eigentlich nicht tragbar ist. „Wir müssen jetzt versuchen, das Problem an dieser Stelle zu lösen“, sagte der CDU-Vorsitzende. Eine Möglichkeit wäre, die beiden Verkehrsinseln wegzunehmen oder zumindest eine davon zu versetzen. Außerdem kann sich Christoph vorstellen, eine klarere Vorfahrtsregelung für den Bereich festzulegen. Die Straßenverengung komplett wegzunehmen, hält Christoph nicht für ganz optimal. „Dann haben wir hier vor der Schule eine Rennstrecke“, sagte er. Dewenter allerdings fordert, dass die Verengung komplett wegfällt. „Lasst die Straße offen“, sagte er. Außerdem müssten die Autofahrer, die von der Gladbacher Straße aus kommen, ausgebremst werden.

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Wie geht es jetzt weiter? Christoph versprach, die Probleme der Anwohner mit Experten der Verkehrsplanung, seiner Fraktion und der Verwaltung zu besprechen. „Erwarten Sie aber nicht, dass sich die Situation hier in zwei Wochen ändert“, sagte Christoph. Das erwarten die Anwohner auch nicht, allerdings forderten sie, dass sich Christoph in einem Monat mit einem neuen Zwischenstand bei ihnen meldet. „Ich muss jetzt mit der Verwaltung sprechen, dann muss das Ganze in den zuständigen Ausschüssen beraten werden. Möglicherweise müssen wir auch zusehen, dass die Baumaßnahmen schneller voranschreiten, dann bekommen wir einen besseren Überblick“, so Christoph.