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Kaarst: Brücken-Kunstwerk ist sicher

Kaarst : Brücken-Kunstwerk ist sicher

Vier Jahre nach der Errichtung der "Brücken über den Nordkanal" hat der Förderverein die Installation auf ihre Stabilität überprüfen lassen. In 14 Metern Höhe kontrollierte Zimmermann Helmut Drossard das Material.

In 14 Metern Höhe fühlt sich Kaarsts größtes Kunstwerk noch viel größer an. Langsam, ganz langsam schiebt der Arm des Hubsteigers die kleine, wackelige Arbeitsplattform in die Spitze der "Brücken über den Nordkanal". Unten rauscht auf der einen Seite der Verkehr der L 390 vorbei. Auf der anderen Seite hält gerade die Regiobahn, dazwischen plätschert der Nordkanal.

Gelassen nimmt Zimmermann-Meister Helmut Drossard das fünfte Turmhäuschen in Augenschein, klopft auf das Holz, rüttelt ein bisschen daran, überprüft die Schraubverbindungen. Für die Turmspitzen wurde haltbares Lärchenholz verwendet, für die übrigen Teile druckimprägniertes Fichtenholz. Der Handwerker nickt zufrieden. Er hat das Kunstwerk aufgebaut. "In dem Zustand, in dem es jetzt ist", sagt er, "hält es sicher noch 25 Jahre."

Vor vier Jahren wurde die einst als Kaarster Projekt für die Europäische Gartenschau geplante Holz-Installation des Kaarster Bildhauers Wilhelm Schiefer offiziell eröffnet — nach jahrelangem Streit zwischen Politik und Kunstförderern über dessen Optik und Finanzierung. An beiden Ufern des Nordkanals, direkt an der Regiobahn-Endstation "Kaarster See", stehen fünf auf Stelzen aufsitzende 14 Meter hohe hausähnliche Gebilde, die mit Stegen und Leitern verbunden sind.

Die Türme symbolisieren die Kaarster Stadtteile. Mehr als 100 000 Euro hat der "Brücken"-Bau seinerzeit gekostet. Realisiert hat ihn der Förderverein Kunst am Bodendenkmal Nordkanal. "Damals", sagt Vereinsvorsitzender Markus Albiez, "haben wir uns verpflichtet, für die Unterhaltung und die Sicherheit zu sorgen. Und diese Aufgabe nehmen wir wirklich sehr ernst. Nach vier Jahren war es Zeit für eine erste Beschaffenheitskontrolle."

Sämtliche Metall- und Holzverbindungen wurden am Freitagmorgen deshalb untersucht. Gut zwei Stunden haben Helmut Drossard und sein Kollege Peter Vogel benötigt. Das Ergebnis: Alles in Ordnung. "Das schriftliche Gutachten", sagt Albiez, "legen wir jetzt auch der Regiobahn und unserer Versicherung vor."

(NGZ/rl)