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Kaarst: Breitner will in Kaarst bauen

Kaarst : Breitner will in Kaarst bauen

Paul Breitner ist eine Fußballlegende. 1985 machte sich der frühere Weltmeister und Bayern-Star im Immobilienbereich selbstständig. Heute erarbeitet er Ideen für Seniorenzentren. Eines könnte in Kaarst entstehen.

Wer Paul Breitner sagt, denkt: Fußballstar, TV-Experte, "Afro" (wegen der Frisur, die er damals als junger Mann trug) — und dann höchstwahrscheinlich erst einmal nichts. Der Europameister 1972 und Weltmeister 1974 bestritt von 1970 bis 1983 insgesamt 285 Bundesliga-Spiele. 13 Jahre lang stand der heute 60-Jährige auf dem Platz. Dass er einen weitaus größeren Teil seines Lebens in einem ganz anderen Beruf verbracht hat, ist der Öffentlichkeit so gut wie gar nicht bekannt.

Mögliche Zusammenarbeit

Für Kaarst könnte die unbekannte Seite der "Bayern München"-Legende jetzt von Bedeutung sein. Auf der Gewerbe-Immobilienmesse Expo Real traf der Ex-Profisportler in dieser Woche auf Bürgermeister Franz-Josef Moormann. Bei dem Gespräch ging es um eine mögliche Zusammenarbeit beim geplanten Bau eines neuen, vierten Seniorenheims.

Für die Entwicklung moderner Alten-Wohnanlagen ist Breitner Experte. 1985, zwei Jahre nach dem Ende seiner Fußballerkarriere, schuf es sich damit ein neues berufliches Standbein.

Ein Philosophie- und Psychologiestudium hatte Breitner zwar aufgeben müssen, wohin die Reise nach dem Sport führen sollte, wusste der damals 34-Jährige aber trotzdem genau. "Ich habe nie zu den Sportlern gezählt, die glauben, dass die Karriere nie endet", sagt er heute. Und: "Der Bereich Immobilien hat mich schon immer interessiert". In München gründete er seine erste Projektentwicklungsgesellschaft, trat das in den Medien aber absichtlich nie breit. Breitners Unternehmen ist inzwischen komplett in der in Velbert ansässigen Gesellschaft Breitner & Lotz aufgegangen, die bereits mehrere Seniorenzentren vor allem im Kreis Mettmann errichtet hat.

"Interessante Projekte"

Franz-Josef Moormann hält diese für "interessante Projekte, die von hohem Sachverstand zeugen". Die Rahmendaten für ein viertes Altenheim, das hinter dem Gelände der ehemaligen Albert-Schweitzer-Schule im Kaarster Westen entstehen soll, sollen Breitner & Lotz nun zugeschickt werden. Im November stellen sich dann mögliche Investoren und Betreiber der Politik vor.

(NGZ/rl)