Kaarst: "Breakdance" bei den Kaarster Schützen

Kaarst: "Breakdance" bei den Kaarster Schützen

Die Kaarster Schützen feiern am zweiten Wochenende im Juni wieder ihr Schützenfest - aber ausnahmsweise ohne junges Königshaus in diesem Jahr. Zum Abschluss am 12. Juni steht Schlagersänger Olaf Henning auf der Bühne.

Am zweiten Wochenende im Juni wird in Kaarst Schützenfest gefeiert. Schützenkönig Dirk Andreas und seine Königin Lucia Zingraf-Andreas haben schon viele tolle Momente erleben dürfen, aber das Schönste kommt noch. Sie wünschen sich, dass möglichst viele Menschen mit ihnen feiern. Die Kaarster Kirmes wird auch dieses Mal den Besuchern wieder einiges bieten. Und zum Glück findet während der Festtage bei der Fußball-Weltmeisterschaft kein Spiel mit deutscher Beteiligung statt. Ebenfalls erfreulich: Die Preise bleiben weitestgehend stabil.

Achtung, bitte anschnallen: Rico Wallfass gelingt es als langjährigen Platzwart immer wieder, interessante Fahrgeschäfte nach Kaarst zu holen. Zum ersten Mal wird jetzt "Breakdance" aufgebaut: "Das ist eine sehr wilde Sache", verspricht Wallfass und beschreibt kurz, was auf die Fahrgäste zukommt: "Auf einer schräg angelegten rotierenden Plattform sind vier Ausleger montiert, auf denen 16 wiederum schräg zur Plattform angehängte Gondeln mit bis zu 24 Umdrehungen pro Minute rotieren." Auch die beiden Publikumsmagnete "Octopussy" und "Nessy" werden wieder da sein.

Die Magennerven weitaus weniger strapazieren die Bälle und Paraden. Der erste Festzug mit Vorbeimarsch am König steht am Schützenfest-Samstag, 9. Juni, gegen 18.45 Uhr auf dem Programm. Ein Höhepunkt ist vorher um 18 Uhr der Auftritt aller Tambourcorps auf dem Rathausvorplatz. Nach alter Sitte wird es ein Platzkonzert vor dem Johanniter-Stift und vor dem Vinzenzhaus geben.

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Wie sehr Senioren am Sommerbrauchtum interessiert sind, hat das Königshaus in der vergangenen Woche erfahren: Rund 100 ältere Menschen hatten ihren Spaß, als Franz Weitz das Kaarster Heimatlied gesungen und Hubert Hambloch, der Onkel des Königs, zur Mundharmonika gegriffen hatten. "Über 6300 Jahre feierten bei uns im Zelt", sagt die Königin und war total begeistert. Worüber sich Präsident Claus Schiffer freute: "Wir hatten im vergangenen Jahr einen neuen Zeltwirt und die Resonanz war sehr positiv." Gepolsterte Stühle und eine Cocktailbar sowie gut gelaunte Servicekräfte trugen zur angenehmen Atmosphäre bei - und werden es auch diesmal wieder tun.

Was den Schützen auch gut gefallen dürfte: "Vor sieben Jahren hatten wir rund 1180 Mitglieder, jetzt sind es 120 mehr, was für eine sehr intakte Schützenfamilie spricht", sagt Geschäftsführer Stefan Stamm. Ebenfalls alles andere als selbstverständlich: Diesmal machen erstmals vier neue Züge mit. Drei davon bestehen aus jungen Schützen, der vierte, der Grenadierzug "MerSinDabei", ist ein Ehrenzug für König Dirk Andreas I., den es nur ein Schützenfest lang geben soll.

Einziger Wermutstropfen: Der Jungschützenkönig Philip Pospich musste im Laufe des Jahres erkennen, dass er aus beruflichen Gründen kaum Zeit hat, seinen Verpflichtungen nachzukommen. So wird ausnahmsweise ohne junges Königshaus gefeiert. Das Schützenfest endet am Dienstag, 12. Juni. Als Showact wurde Olaf Henning verpflichtet - der hatte vor zehn Jahren schon im Zelt für Stimmung gesorgt.

(NGZ)
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