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Kaarst: Bluthochdruck: Ärzte weisen auf Gefahren hin

Kaarst : Bluthochdruck: Ärzte weisen auf Gefahren hin

Mehr als 250 Besucher, unter ihnen auch Bürgermeister Franz-Josef Moormann, waren am Donnerstagabend der Einladung der Deutschen Herzstiftung und der NGZ in das Albert-Einstein-Forum in Kaarst gefolgt. Und sie wurden nicht enttäuscht.

Die vier Referenten verstanden es bestens, in einer für den medizinischen Laien verständlichen Sprache zum aktuellen Thema "Herz unter Druck: Bluthochdruck nicht nur fürs Herz gefährlich" umfassend zu informieren und aufzuklären. Die wichtigste Botschaft des Abends: Bluthochdruck tut nicht weh. Er kommt lautlos um die Ecke, und ist dabei nicht selten Auslöser für Schlaganfall, Herzinfarkt, Herzrhythmusstörungen oder für Nierenversagen.

"Bluthochdruck hat die tückische Eigenschaft, dass er über Jahre hinweg keine Beschwerden bereitet", sprach Professor Michael Haude dann auch offen das Dilemma an. Und noch eines ist für den Chef- Kardiologen am Neusser Lukaskrankenhaus und Wissenschaftlichen Leiter der Herz-Seminare alarmierend: "Die Betroffenen fühlen sich mit ihrem Bluthochdruck über viele Jahre hinweg sogar besonders vital und leistungsstark." Haude nannte beispielsweise Rauchen, Alkohol, Stress und eine viel zu salzige Ernährung als Ursachen. Was die Meisten nicht wissen: 100 Gramm Salami decken bereits 95 Prozent des täglichen Salzbedarfes eines Erwachsenen.

Während Dr. Stefanie Evers, Oberärztin am "Etienne", den Bluthochdruck den Zuhörern als häufigste internistische Erkrankung erklärte, erläuterte Dr. Carsten Stoepel, Leitender Oberarzt am "Lukas", mögliche operative Eingriffe. Auf die Wirkung der verschiedenen Blutdruck-Medikamente ging der Kaarster Kardiologe Dr. Ralf Maring ein. Sein Hinweis: Ein Blutdruck, der bei wiederholten Messungen eindeutig bei 140/90 mmHg oder höher liegt, ist behandlungsbedürftig — auch bei älteren Menschen. Auch bei Patienten im Alter von über 80 Jahren ist die Behandlung des Bluthochdrucks sinnvoll.

Die Herz-Seminare, die vom Stiftungsbeauftragten Günter Kopp organisiert und von Redakteurin Ruth Wiedner moderiert werden, gehen zum Monatsende in die nächste Runde. Am 29. Februar ist das Experten-Team in Dormagen und am 14. März in Grevenbroich zu Gast. Alle Veranstaltungen beginnen um 17.30 Uhr und enden um 20 Uhr. Der Eintritt ist frei.

(NGZ)