Kaarst: Besuch von Star-Friseur Udo Walz

Kaarst : Besuch von Star-Friseur Udo Walz

Zum 50-Jährigen begrüßte Coiffeur Frank Braun seinen berühmten Kollegen.

Normalerweise werden Jubilare beschenkt. Beim Kaarster Friseur Franc Braun ist das anders. Zum 50-jährigen Bestehen seines Salons beschenkte er seine Mitarbeiter — mit einem Team-Event der besonderen Art: Starfriseur Udo Walz aus Berlin mischte sich gestern unter die Gästeschar mit allen 40 Braun-Mitarbeitern und deren Angehörigen.

Jubilar Franc Braun freute sich über den gelungen Coup zum Jubiläum: "Udo Walz ist eine Ikone. Er ist die Inspiration für viele junge Menschen, sich für den Friseurberuf zu entscheiden." Udo Walz hat sich wiederum von Braun inspirieren lassen, wie er der NGZ verriet: "Franc Braun hat mich gelehrt, wie wichtig es ist, seine Mitarbeiter zu motivieren." Bis zu zehn Damenhaarschnitte mache er nach wie vor täglich. "Da vergesse ich leicht, wie wichtig die Mitarbeiter sind. Es hat mich tief beeindruckt, was Franc Braun zur Mitarbeitermotivation gesagt hat — und ich bin nicht leicht zu beeindrucken."

Der Salon von Braun gehört zu den "Top Ten" der deutschen Friseurbetriebe. Der 47-Jährige ist nicht nur Friseur, sondern seit 2003 auch in der Unternehmensberatung tätig. "1500 Betriebe waren bereits dabei", sagt Braun. Seine Botschaft: "Das Wichtigste in einem Unternehmen sind die Mitarbeiter." Den Grundstein für die Erfolgsgeschichte legten Hanna und Manfred Braun mit ihrem Salon an der Ritterstraße am 1. April 1963. Franc Braun absolvierte seine Friseurausbildung in einem klassischen Großbetrieb, später kam die Meisterschule. 1991 übernahm er den Salon. Entgegen aller wirtschaftlicher Prognosen, sagt er, sei der Betrieb immer weiter gewachsen. 1999 zog das Geschäft an die Maubisstraße, 2007 übernahm Braun auch die erste Etage als Beauty-Lounge. Ende 2011 wurden 8000 Kunden nach ihrer Vorstellung befragt und der Salon entsprechend umgebaut: kleine Räume, Ruhezonen, warme Farben, Lounge-Bereich im Garten. Bereits 2008 hatte Braun seinen Betrieb in eine GmbH umgewandelt. "Ich wollte meinen Mitarbeitern die Möglichkeit geben, sich am Unternehmen zu beteiligen", sagt er. Das scheint sich zu lohnen: "2012 war das beste Jahr überhaupt."

(NGZ)
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