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Kaarst: Berliner Platz: Neue Idee für Ostvariante

Kaarst : Berliner Platz: Neue Idee für Ostvariante

Der ehemalige Bauprojektleiter Dieter Dewenter hält die von Stadt und Politik favorisierte Planung für einen Supermarktneubau für absolut anwohnerunfreundlich. Er plädiert für eine Optimierung der ursprünglich mitangedachten Ostvariante.

Um das vorwegzunehmen: Dieter Dewenter geht es, wie er selber sagt, nicht ums Nörgeln oder in den Mittelpunkt Stellen. Es geht auch nicht um die letzte Klärung der Frage, ob die Birkhofstraße oder der Berliner Platz der bessere Standort für einen Supermarktneubau in Büttgen ist. "Für beide Lösungen gibt es ein Pro und ein Contra", sagt der Wahl-Büttgener, der an der Mozartstraße ein Häuschen hat und früher - im Berufsleben - erfolgreicher Projektleiter eines international agierenden Großunternehmens war. "Mir geht es um den Ort und um die Bürger", betont er. "Büttgen braucht unverzüglich und insgesamt eine Belebung. Allerdings bleibt die vorgestellte und von Verwaltung und Politik bislang favorisierte Westbebauung des Berliner Platzes mit einem Frischemarkt weit hinter den planerischen Möglichkeiten zurück."

Dewenter schlägt eine von ihm selbst erarbeitete Optimierung der ursprünglich mitangedachten Ostvariante der Konzeption des Kaarster Investors Winterling mit dem Neusser Planungsbüro Wienstroer vor. Gegen den öffentlich bekanntgemachten Bebauungsplan Nr. 87 "SB Frischemarkt Berliner Platz", hat er, wie auch Peter Klein, Anwohner der Bachstraße, bei der Stadt Widerspruch eingelegt. Neben formaljuristischen Gründen wendet Dewenter mehrere Argumente gegen den städtebaulichen und architektonischen Entwurf der Westvarianteein. Erstens heißt es: Eine Hauptstraße wie die Bachstraße so massiv zu belasten und zu einer Einbahnstraße zu machen, sei verkehrstechnisch nicht zu verantworten. Zweitens: Die Straße, die südlich des Berliner Platzes verlaufe, zu schließen, wirke sich, genau wie der geplante Rückbau, negativ auf den Verkehrsfluss aus. Drittens sei es gefährlich, den Verkehr in beiden Richtungen in die nördliche Straße des Berliner Platzes zu führen, wo sich gleichzeitig die Fußgängertunnel als Zuwegung befänden. Einen bis zu acht Meter hohen Supermarktbau hält der Büttgener für inakzeptabel. "Ziel sollte eine ebenerdige Bebauung sein", sagt Dewenter. "Das brächte bei den Anliegern mit Sicherheit mehr Akzeptanz für das Projekt. Außerdem sollte das Dach das künftigen Frischemarktes energetisch begrünt werden." Dann blickten die Anwohner auch nicht auf Beton.

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Um das möglich zu machen, schlägt der ehemalige Bauprojektleiter vor, die nördliche Zuwegung hinter der Geschäftsmeile als "verkehrsberuhigte", für Lkw und Pkw befahrbare und zugleich fußläufig "begehbare" Einbahnstraße von der Glehner-Straße zur Bachstraße zu planen. Auch die südliche Verbindung, sagt er, sollte als Einbahnstraße in Ost-West-Richtung - als Durchgangsstraße von der Bach- zur Glehner- beziehungsweise Novesiastraße - entstehen. Auf diese Weise, davon ist Dewenter überzeugt, sei eine Verbreiterung des Baukörpers möglich. "Die südliche Einbahnstraße", sagt er, "macht es möglich, dass die Lkw zum Be- und Entladen durch die vorgesehene Halle fahren und dann die Ausfahrt Richtung Glehner- beziehungsweise Novesiastraße nehmen können. Der Durchgangsverkehr sollte vor der Halleneinfahrt seitlich an der Grundstücksgrenze vorbeigeführt und an die Glehner Straße angebunden werden." Auf diese Weise, sagt Dewenter, sei es dann auch möglich, die bestehende Geschäftsmeile mit dem Eingang des neuen Supermarktes zu verbinden.

(NGZ)