Begabtenförderung am Georg-Büchner-Gymnasium: Kinder zeigen Ergebnisse

Begabtenförderung am Georg-Büchner-Gymnasium: GBG: Kluge Köpfe zeigen ihre Arbeiten

Seit Januar haben 24 Kinder und Jugendliche des Georg-Büchner-Gymnasiums im Rahmen der Begabtenförderung an selbst ausgewählten Themen gearbeitet – und diese jetzt vorgestellt.

Schulleiter Volker Werker brachte es in seiner Begrüßung auf den Punkt: „Wir haben heute eine Wundertüte mit abgefahrenen Themen“, sagte er bei der Präsentation der diesjährigen Projekte von 24 Schülern der Klassen fünf bis elf des Georg-Büchner-Gymnasiums (GBG). Im Rahmen der Begabtenförderung – „Nicht nur schwache, sondern auch begabte Schüler sollen gefördert werden“, ist das Credo des Schuldirektors Werker – hatten die Kinder und Jugendlichen seit Januar an selbst gewählten Themen gearbeitet.

Dafür durften sie auch den Unterricht verlassen – der Stoff musste selbstverständlich nachgearbeitet werden – und außerschulisch arbeiten, berichtete Melanie Müller. Die Oberstudienrätin für Deutsch, Kunst und katholische Religion koordinierte das Erweiterungsprojekt und lobte den Enthusiasmus der Schüler. Auf großen Stellwänden ergoss sich ein wahres Füllhorn an Themen in die Aula: Der Weg des Tees vom Hang in die Tasse, vom Aussterben bedrohte Tiere, der Wundschnellverband, Indien früher und heute oder der asiatische Elefant – die Reihe ließe sich noch fortsetzen.

Tim Harler-Witts (11) erläuterte in einem anhand von Moderationskarten schon fast professionell vorgetragenem Referat die Geschichte des Lego-Spielzeugs – der erstaunte Besucher erfuhr, dass es über zehn Merkmale verfügt, die bis heute gelten. Dazu zählen unbegrenzte Spielmöglichkeiten für beide Geschlechter. Sehr beeindruckend auch der Stop-Motion-Film, den Tim mit einer Mini-Legofigur selbst gedreht hatte. Sein Stand, jetzt im GBG bei der Präsentation, war natürlich mit passendem Spielzeug dekoriert. „Ich spiele fast jeden Tag mit Lego und habe in meinem Zimmer eine ganze Stadt aufgebaut“, erzählte er stolz.

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Am Stand von Hugo Baldus strahlte John F. Kennedy vom Wahlplakat und warb um Stimmen. „Kennedy hat eine spannende Lebensgeschichte, die mir aufgefallen ist – vom aktuellen amerikanischen Präsidenten kann man das ja nicht behaupten“, sagte der Zwölfjährige mit einem Schmunzeln im Gesicht. So hatte er minutiös Kenndeys Leben bis zur Ermordung nachgezeichnet.

Ist Mallorca eine Trauminsel oder doch nur das Ballermann-Paradies? Während hier die Meinungen auseinander gehen, ist das beliebte Urlaubsziel für Hannah-Sophie Szynka eindeutig ihre persönliche Trauminsel. Die 16-Jährige hatte im vergangenen Jahr eine Reise dorthin unternommen und widerlegte anhand von wunderschönen Urlaubsbildern und einem engagierten Vortrag zahlreiche negative Klischees. Dazu durfte jeder das von ihrer Mutter gebackene traditionelle Gebäck „Ensaimadas“ probieren. Dabei handelt es sich um ein Gebäck, das aus einem gezuckerten, fermentierten und im Ofen gebackenen Teig besteht. Und natürlich geht es in den Sommerferien wieder auf ihre Lieblingsinsel.

Das Phänomen der Selfies untersuchte Karolina Feist.  Es gibt aktuell zwölf Verbotsschilder  an öffentlichen Plätzen. Dort passierten bereits Unglücke beim Selfie-Schießen – verstärkt wird dieser Trend durch so genannte Selfie-Sticks. Manche Menschen seien bereits süchtig nach Selfies und posten sie ständig in sozialen Medien, berichtete die 13-Jährige. Für das Thema hatte sie ein Selfie-Album von sich angefertigt – generell sei sie aber ein Selfie-Gegner.