1. NRW
  2. Städte
  3. Kaarst

Kaarster Kreuz: Baustellen sorgen für Stau in der Stadt

Kaarster Kreuz : Baustellen sorgen für Stau in der Stadt

Weil die Autobahn ausgebaut wird und die Kreiswerke am Montag mit der Sanierung der Hauptwasserleitung auf der Mittelstraße begonnen haben, stockt der Verkehr. Kritik an fehlender Abstimmung bei der Baustellenplanung kommt aus der Politik.

Pendler, die auf den Autobahnen rund ums Kaarster Kreuz unterwegs sind, brauchen viel Geduld — jetzt und in Zukunft. Weil der Landesbetrieb StraßenNRW die A 57 auf sechs Spuren aus-, und die Kreuzung mit der A 52 umbaut, müssen Aus- und Abfahrten verlegt, verkürzt und/oder sogar komplett gesperrt werden. Seit Samstag ist die Verbindung von Düsseldorf (A52) in Fahrtrichtung Köln (A57) dicht. Umgeleitet wird der Verkehr über die Anschlussstelle Kaarst-Nord. Das bekommen jetzt einmal mehr die Kaarster zu spüren, denn seit Montagmorgen ist auch die Mittelstraße in der Stadtmitte in eine Richtung gesperrt.

Die Kreiswerke Grevenbroich haben dort mit der Sanierung der Hauptwasserleitung nebst Hausanschlüssen begonnen, die Stadt Kaarst erneuert die Rinnenanlage. Darum ist die Mittelstraße ab Höhe Einmündung Kaiser-Karl-Straße und Bergerfurthstraße bis zum 20. Dezember in Fahrtrichtung Stadtmitte zur Einbahnstraße umfunktioniert. In der Gegenrichtung wurde eine Umleitung über die Friedens- und die Giemesstraße eingerichtet. Weil sich der Verkehr bisher — vor allem morgens — auf die Mittel- und die Giemesstraße aufgeteilt hat, macht sich das jetzt im Berufsverkehr bemerkbar. Das heißt: Wer aus der Stadtmitte heraus zur Anschlussstelle Kaarst-Nord gelangen möchte, steht erst mal im Stau.

  • Gesammelt : 30 Geheimnisse über die Autobahnen in NRW
  • Lesermeinungen: Tempo 100 auf der A 57
  • A57 : Gefahrenstelle Autobahnkreuz Kaarst

Kritik an der Baustellenplanung und fehlender Abstimmung kommt jetzt aus den Reihen der Politik. "Wer die Blechschlange kennt, die ohnehin schon jeden Morgen von der A 52-Auffahrt über die Giemes-, die Martinus- und die Büttgenerstraße bis weit nach Holzbüttgen hinein steht, muss sich schon fragen, ob die Verantwortlichen noch ganz bei Trost sind", sagt Ingo Kotzian, Chef des CDU-Ortsverbands Kaarst. Problematisch ist aus seiner Sicht vor allem, dass zu viele öffentliche Behörden beteiligt sind. "Das Land, der Kreis, die Stadt, diverse Versorger und ab und an noch das ein oder andere Ministerium — eine koordinierende Hand ist noch nicht mal im Ansatz zu erkennen. Es ist wohl viel mehr so, dass die Linke nicht weiß, was die Rechte macht."

Kaarster Kreuz: Baustellen sorgen für Stau in der Stadt
Foto: Straßen.NRW/Radowski

Der Haupt-, Wirtschafts- und Finanzausschuss hatte die Stadt in der vergangenen Woche gebeten, mit den Kreiswasserwerken Rücksprache zu halten, ob sich die Mittelstraßen-Baustelle kurzfristig doch noch verschieben lässt. Die Verwaltung habe daraufhin die Auskunft erhalten, dass das nicht möglich sei, unter anderem, weil das ausführende Unternehmen bereits beauftragt wurde, sagt Sebastian Semmler, Leiter des Bereiches Zentrale Dienste. Stadtsprecherin Sigrid Hecker erklärt: "Die Genehmigung für die Aufbrucharbeiten auf der Mittelstraße wurde seitens der Stadt an die Kreiswerke auch in dem Bewusstsein erteilt, dass es zu Engpässen kommen wird. In Anbetracht der durch den Autobahnausbau noch anstehenden weiteren Verkehrsbelastungen erschien uns die kurzfristige Abwicklung dieser Baumaßnahme sinnvoll."

Die CDU, sagt Ingo Kotzian, habe den verantwortlichen Bauleiter für den A 57-Ausbau jetzt in den nächsten Planungs- und Verkehrsausschuss eingeladen. "Dort hoffen wir einen konkreten Überblick der Bauarbeiten der nächsten Jahre zu bekommen, damit die Stadt ihre Baumaßnahmen darauf abstimmen kann."

(NGZ)