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Kaarst: Barrierefrei wohnen in der Stadtmitte

Kaarst : Barrierefrei wohnen in der Stadtmitte

An der Otto-Heinrich-Warburg-Straße, einer Anliegerstraße, die künftig von der Martinusstraße abgeht, sollen auf einem rund 2000 Quadratmeter großen ehemaligen Gartengrundstück drei architektonisch anspruchsvolle Häuser mit insgesamt elf Eigentumswohnungen entstehen.

Zwischen Martinusstraße und Alter Heerstraße liegt es: eines der letzten noch freien, bebaubaren Fleckchen in der Kaarster Innenstadt. Das Rathaus, der Markt, Restaurants, Geschäfte, Ärzte, Schulen und Kindergärten sind von dort aus bequem zu Fuß zu erreichen. Diese Tatsache ist es unter anderem, die das Projekt des Dormagener Bauherrn Klaus Scholz ("flew GmbH") und des Kaarster Architekten Rolf Kaiser schon vor Baubeginn zu einem Erfolgsprojekt macht.

So wie in dieser Animation werden die Häuser an der Otto-Heinrich-Warburg-Straße später aussehen. Foto: Peter Busch Immobilien

An der Otto-Heinrich-Warburg-Straße, einer Anliegerstraße, die es noch nicht gibt und die künftig von der Martinusstraße abgeht, sollen auf einem rund 2000 Quadratmeter großen ehemaligen Gartengrundstück in den nächsten Monaten drei architektonisch anspruchsvolle Häuser mit insgesamt elf Eigentumswohnungen entstehen. 70 Prozent der seniorengerechten, barrierefreien Eigenheime sind bereits verkauft. Die Fertigstellung ist für Februar 2013 geplant. Heute wird der Grundstein gelegt. Das Besondere an den Objekten, sagen Bauherr und Architekt, sei, neben der exponierten Lage, die "nachhaltig wertvolle Bauweise" – ohne Fertigbauteile. mit Klinkerfassade, Satteldach und Erdwärmepumpe.

Zwei bis fünf Zimmer hat jede Wohung, bei 82 bis 184 Quadratmetern Wohnfläche. Es gibt 17 Tiefgaragen- und drei Außenstellplätze, Aufzüge, geräumige Bäder sowie große Terrassen und Balkone in Sonnen-Südwestlage. "Die Grundrisse", sagt Klaus Scholz, "sind variabel, quasi wie bei einem Haus." Je nach Wunsch ließen sich Schnitt und Ausstattung einer Wohnung immer wieder verändern. "Zum Beispiel ist die Einrichtung einer Einliegerwohnung möglich. Ich denke da an das Stichwort ,Betreutes Pflegen'." Wer möchte, kann eine komplette Etage beziehen. Das, sagt Scholz, sei schon etwas ziemlich Außergewöhnliches.

Fest steht auch schon, dass die künftigen Eigentümer verhältnismäßig tief in die Tasche werden greifen müssen. Die Preise pro Wohnung liegen zwischen rund 240 000 und 560 000 Euro, also im oberen Preissegment. Bei den Käufern, die bereits zugesagt hätten, handele es sich überwiegend um Personen, die in den 70er Jahren nach Kaarst gezogen seien und jetzt ihr Einfamilienhaus aufgäben, um künftig zentrumsnah und seniorengerecht zu wohnen, sagt der Neusser Immobilienmakler Alexander Busch. Oft werde gesagt, dass die Arbeit, die mit einem Einfamilienhaus verbunden ist, zu viel sei. Wer die Rente vor Augen habe, wolle heute unabhängig sein.

(NGZ)