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Zufriedene Gesichter auf dem Tuppenhof: Bald heißt es: Franzosen im Rheinland

Zufriedene Gesichter auf dem Tuppenhof : Bald heißt es: Franzosen im Rheinland

Ein gutes Jahr liegt hinter dem Tuppenhof, dessen letzte offizielle Öffnung des Jahres am Wochenende mit dem Advents-Markt noch bevorsteht. "Bisher haben wir etwa 7.500 Besucher gezählt, am Wochenende rechnen wir bei der derzeitigen Wetterlage noch mit gut 3000 Menschen", erklärte der Fördervereins-Vorsitzende Johannes Fröhlings. Abendstimmung Dienstag am Tuppenhof - am Wochenende wird der der Weihnachtsmarkt auch viele Menschen anlocken. NGZ-Foto: L. Berns -->

Ein gutes Jahr liegt hinter dem Tuppenhof, dessen letzte offizielle Öffnung des Jahres am Wochenende mit dem Advents-Markt noch bevorsteht. "Bisher haben wir etwa 7.500 Besucher gezählt, am Wochenende rechnen wir bei der derzeitigen Wetterlage noch mit gut 3000 Menschen", erklärte der Fördervereins-Vorsitzende Johannes Fröhlings. Abendstimmung Dienstag am Tuppenhof - am Wochenende wird der der Weihnachtsmarkt auch viele Menschen anlocken. NGZ-Foto: L. Berns -->

Besucherzahlen im fünfstelligen Bereich können sich sehen lassen und im nächsten Jahr soll weiter daran gearbeitet werden die kulturhistorische Begegnungsstätte noch bekannter zu machen. "Viele Besucher kommen auch von außerhalb der Kreisgrenzen" berichtet der zweite Vorsitzende, Reinhold Mohr. Und Historiker Reinhard Manter findet, dass "in diesem Jahr ein guter Stern über dem Tuppenhof geleuchtet hat".

Herausragend war dabei wohl die Ausstellung "Glanz und Elend des 30-jährigen Krieges" im Rahmen der Euroga, die von Manter selbst organisiert worden war. Genutzt werden in der renovierten Anlage im Inneren drei Bereiche: Wohnhaus, Kuhstall und Scheune. "Mit den Ausstellungnen haben wir viele neue Erfahrungen machen können, erklärt Manter. Die sollen natürlich auch bei den Projekten, die in 2003 anstehen, mit eingebracht werden.

Im nächsten Jahr erwartet die Besucher das Projekt "Franzosenzeit im Rheinland". Reinhold Mohr kündigt in diesem Zusammenhang auch bereits einige "hochkarätige Vorträge" an, wenngleich das Jahr insgesamt nicht ganz so leicht verlaufen könnte wie 2002. "Das Museum muss angeschoben werden, das Publikum ist interessiert, aber auch kritisch." Dennoch eine reizvolle Aufgabe für die inzwischen insgesamt knapp 40 Ehrenamtler, die rund um den Tuppenhof im Einsatz sind. Die freuen sich schon über zahlreiche Wäsche- oder Hausratspenden aus dem bäuerlichen Leben und andere Dauerleihgaben, mit denen die Begegnungsstätte weiter ausgestattet werden kann.

"So muss sich mehr und mehr der Museumsgedanke im Tuppenhof festsetzen", findet Reinhard Manter. Inzwischen ist auch der ehemalige Pferdestall komplett beheizt, auch die darüber befindliche Büchersammlung, die noch katalogisiert werden muss, erfreut sich dadurch besten Frostschutzes. Drei Konzerte stehen im nächsten Jahr an, natürlich spielt auch wieder das Akkordeon-Orchester auf. Im Oktober ist weiterhin eine vierwöchige Ausstellung "Unsere Vorfahren in der Stadt Kaarst" vorgesehen.

Udo Schmitz, Leiter des Bereiches Kultur bei der Stadt Kaarst, verwies auf die gute Zusammenarbeit auch mit andere Gemeinden im Rahmen der Euroga und darauf, dass im nächsten Jahr das Nordkanal-Projekt, an dem insgesamt 20 Gemeinden bis zur Provinz Limburg beteiligt sind, fertig gestellt werden soll. Rainer Kryschi, den als Schatzmeister ein wenig Besorgnis beim Blick auf die Haushaltslage der öffentlichen Haushalte erfasst, freut sich aus Wochenende: "Dann wird die Hofanlage als vorweihnachtliche Begegnungsstätte gutzur Geltung kommen." Ralf Angenendt

(NGZ)