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Kaarst: Bad bis Oktober geschlossen

Kaarst : Bad bis Oktober geschlossen

Das städtische Hallenbad in Büttgen muss erneut saniert werden. Diesmal geht es vornehmlich um die technische Gebäudeausstattung. Während der Sommerferien können Schulkinder dort nicht schwimmen gehen.

Die Wetteraussichten sind nicht die aller besten. Heißt: Der Hochsommer ist bis auf weiteres nicht in Sicht. Umso enttäuschter war NGZ-Leser Heinz Werner Kutz, als er erfuhr, dass das Büttgener Hallenbad wegen dringender Sanierungsarbeiten vom kommenden Montag an voraussichtlich bis zum 5. Oktober schließt — pünktlich zum Beginn der Sommerferien. Kutz findet das ziemlich ärgerlich. "Was machen denn die vielen Schulkinder in den Ferien?", fragt er. "Nicht alle können sich einen Urlaub im Süden leisten."

Die Stadtverwaltung weiß das und hofft deshalb auf Sonnenschein. Die jährlich anfallenden Wartungs-, Reinigungs- und Reparaturarbeiten wurden in der Vergangenheit ganz bewusst in die Sommerferienzeit gelegt. "Früher haben wir das Bad auch mal über Weihnachten und Neujahr geschlossen", sagt Manfred Meuter, Technischer Beigeordneter. Weil ein nicht nutzbares Hallenbad in den Wintermonaten aber doch allzu schmerzlich auffiel, wurden die regulären Instandhaltungsmaßnahmen fortan für den Sommer geplant. Circa drei Wochen dauern diese normalerweise. Diesmal allerdings bleibt das Bad bis mindestens Anfang Oktober dicht. Vorausgesetzt, die Arbeiten verlaufen nach Plan.

Für insgesamt 678 000 Euro wird die technische Gebäudeausstattung modernisiert, unter anderem. Im Gegensatz zu den Sanierungsarbeiten vor zwei Jahren, während derer das Bad unter anderem neue Fliesen und ein grunderneuertes Kinderschwimmbecken (Sanierungskosten insgesamt rund 340 000 Euro) bekam, werden die wichtigsten Neuerungen den Badegästen diesmal optisch verborgen bleiben.

280 000 Euro kostet allein die Sanierung der Lüftungstechnik. "Bei einem so alten Gebäude", sagt Meuter, "ist das irgendwann notwendig." Das Büttgener Hallenbad wurde Anfang der 70er Jahre gebaut. Mit 67 000 Euro schlägt die Modernisierung der Mess-, Steuer- und Regeltechnik zu Buche. So muss zum Beispiel die Warmwasseraufbereitung den neuesten Vorgaben zum Schutz vor Legionellen (Bakterien) angepasst werden. Korrodiertes Metall in der Decke, unter anderem über dem Kinderschwimmbecken, bedeutet keine akute, aber dennoch eine latente Gefahr. Auch das Dach wird von außen instand gebracht. Die Instandhaltung eines Schwimmbads — "für eine Kommune", sagt Meuter, "gibt es kaum etwas Teureres."

(NGZ)