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Kaarst: Aus Vorst ins Fernsehen

Kaarst : Aus Vorst ins Fernsehen

Vor 15 Jahren hat Carsten Dieckmann sein Abitur am Georg-Büchner-Gymnasium gemacht. Heute ist er TV-Nachrichtensprecher und Redakteur beim Mitteldeutschen Rundfunk.

Längst sind auch bei uns Regionalsender anderer Bundesländer zu empfangen. Wer in die Nachrichten beim MDR zappt, erkennt dort Carsten Dieckmann aus Vorst. Er ist Sprecher, Redakteur und Reporter beim Mitteldeutschen Rundfunk. Vor 15 Jahren hat er sein Abitur am Georg-Büchner-Gymnasium gemacht. Mit ein paar Mitschülern arbeitete er an einer Schülerzeitung. Neben dem geschriebenen Wort begeisterte ihn auch das gesprochene. "Ich war Fan von Carmen Thomas und ihrer Sendung Hallo 'Ü-Wagen'", erzählt er.

Nach Abitur und Zivildienst schrieb er sich an der Universität Leipzig für Kommunikations- und Medienwissenschaften ein. "BWL wählte ich als Nebenfach für die Vernunft", sagt Dieckmann. Schnell orientierte er sich im PR-Bereich, doch ein Praktikum beim Uni-Radio mephisto 97.6 lenkte seine Karriereplanung in eine andere Richtung. Fünf Jahre war Carsten Dieckmann mehr auf Sendung als im Hörsaal, avancierte bis zum Chefredakteur. Zwischenzeitlich wurde er vom MDR fürs Fernsehen entdeckt und für die Vorabendmoderation engagiert. "Das war eine zweischneidige Erfahrung: Auf der einen Seite eine tolle Chance, auf der anderen war ich nicht zufrieden, wie ich mich dabei nicht hundertprozentig wohl fühlte", erinnert er sich.

Nach einem Jahr verschwand er freiwillig vom Schirm, schloss sein Studium ab und begann beim MDR ein 18-monatiges Volontariat. "Ich habe damals nicht mehr ans Fernsehen gedacht, weil mir Radio mehr Spaß gemacht hatte", so Dieckmann. Doch während der Zeit in der Nachrichtenredaktion ließen ihn seine Chefs trotzdem vor der Kamera im Umgang mit dem Teleprompter testen. Heute spricht der 34-Jährige die Nachrichten von MDR aktuell — wochentags gegen 11.45 Uhr in der Sendung "MDR um Zwölf" sowie sonntags um 16 und 18 Uhr.

Neben seiner Sprechertätigkeit ist Carsten Dieckmann auch als Reporter unterwegs. Um 10 Uhr kommt er in die Redaktion in Leipzig und bekommt ein Thema für die Hauptnachrichten am Abend zugeteilt. "Dann bleiben mir ein bis zwei Stunden für die Recherche nach Personen für O-Töne. Dann fahre ich mit dem Kamerateam los."

Um 19.30 Uhr beginnen die Hauptnachrichten im MDR. Häufig ist Dieckmann dann außerdem als Off-Sprecher für die Kurznachrichtenblöcke zu hören. "Die meisten Zuschauer wissen nicht, dass die Texte live vorgelesen werden. Deshalb kommt es auch mal zu Versprechern", erklärt der 34-Jährige. Ein peinlicher Patzer ist ihm bisher erspart geblieben. Nur ein Grinsen konnte er sich einmal nicht verkneifen: "In einer Nachrichtensendung stand die ganze Zeit unbemerkt eine Packung Kleenex auf meinem Pult. Erst während des letzten Beitrags ist uns das aufgefallen. Als ich wieder auf dem Schirm war, musste ich ein bisschen schmunzeln".

(NGZ)