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Kaarst: Aus dem Proberaumkeller auf die große "Kaarst Total"-Bühne

Kaarst : Aus dem Proberaumkeller auf die große "Kaarst Total"-Bühne

Die Jungs sind erst 12 und 13 Jahre alt, doch mit ihrer Band "Breaking Feet" dürfen sie dieses Jahr bereits das zweite Mal beim Stadtfest "Kaarst Total" auftreten. Im vergangenen Jahr spielten sie noch als eine von vielen Musikgruppen aus dem Proberaumkeller des Albert-Einstein-Gymnasiums, doch dieses Mal werden sie als eigener Programmpunkt auf der Moll-Bühne geführt: Die fünf Schüler haben nämlich das Casting für "Kaarst Total" im Rahmen des Bebop-Bandfestivals gewonnen.

Jonathan Krapp, die Cousins Torben und Josua Zingraf sowie die Zwillinge Tobias und Simon Löns machen bereits seit zwei Jahren gemeinsam Musik. Sie gründeten sich durch das Bandprojekt der Musikschule von Mark Koll, werden seitdem von Daniel Konze betreut und beraten. "Ohne ihn wären wir wahrscheinlich nach der ersten Liederwahl wieder auseinandergegangen", sagt Jonathan Krapp.

Bei der Songauswahl kommt es auch heute immer mal wieder zum Streit untereinander. Die Gitarristen Jonathan und Tobias mögen es rockiger als Keyboarder Torben und Schlagzeuger Josua. Oft liegt die entscheidende Stimme dann bei Saxophonist Simon. Ein Sänger gehört übrigens nicht zur Band. Schon von Anfang an stand für die Jungs fest, dass keiner von ihnen das Talent dazu habe. So übernimmt Simon Löns mit dem Saxophon die Gesangsparts der Lieder. Ihr erstes einstudiertes Stück war "Seven Nation Army" von The White Stripes, heute gehören Songs von Lenny Kravitz, Nirvana, Christina Perri, Pink Floyd und Maroon 5 zu ihrem Repertoire. Dieses durften sie beim Bandfestival im Bebop komplett spielen, sogar eine Zugabe wurde vom Publikum eingefordert. Dennoch hätten sie nicht mit dem Gewinn des Castings gerechnet. Als die Entscheidung der Jury mitgeteilt wurde, war nur noch Jonathan Krapp anwesend. "Ich war total verwirrt, als ich unseren Namen hörte", erzählt er. Torbens verletzter Fuß gab der Band übrigens ihren Namen "Breaking Feet", also gebrochene Füße. Wobei: Eigentlich war damals "nur" sein Knöchel verstaucht.

Geprobt wird einmal die Woche, immer dienstags für eine Stunde. Zurzeit spielen die fünf Jungs noch Lieder berühmter Musiker und Bands, aber irgendwann möchten sie auch selbst komponieren. Das habe allerdings noch Zeit, sagen sie. Ab und zu ein kleiner, improvisierter Jam während der Probe ist aber bereits der erste Schritt dorthin.

(stef)