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Auftritt der Kölschrockband Kasalla beim Drive-In-Comedy in Kaarst

Kölschrockband spielt in Kaarst : Bei „Car-Salla“ wackelt die Rückbank

Die beiden Konzerte der Kölner Erfolgsband „Kasalla“ beim „Drive-in-Comedy“ auf dem alten Ikea-Gelände in Kaarst waren ausverkauft. Am Freitag wurde weitestgehend auf die Hupe verzichtet.

Normalerweise hätten sie zu dieser Zeit im Rhein-Energie-Stadion vor 50.000 Zuschauern gespielt, doch die Corona-Krise hat der Band „Kasalla“ einen Strich durch die Rechnung gemacht. Am Mittwoch und Freitag spielten sie ihre Hits beim „Drive-in-Comedy“ vor 300 Autos auf dem alten Ikea-Gelände auf der Düsselstraße – und brachten so manches Gefährt zum Wackeln.

Nachdem es nach dem Konzert am Mittwoch bei Facebook Anwohner-Beschwerden über laute Hupkonzerte gab, rief der Kaarster Kulturmanager Dieter Güsgen am Freitag vor dem Auftritt dazu auf, die Finger von der Hupe zu lassen. Die Band tourt unter dem Motto „Et jitt Car-Salla“ durch die Autokinos der Region. Viele Hardcore-Fans aus Köln, Bergheim oder Euskirchen in teilweise kompletten „Car-Salla“-Outfits kamen nach Kaarst, um die derzeit wohl beliebteste Band aus der Domstadt zu sehen.

Es war zwar nicht mit einem echten Konzert zu vergleichen, aber durch das Autoradio kamen die Kölsch-Rock-Songs trotzdem gut rüber – und die Texte passten auch irgendwie zur derzeit schwierigen Situation. „Immer noch do“, „Kumm mer lääve“ und „Mer sin Eins“ trafen die Stimmung während der Corona-Krise auf den Punkt. Und natürlich gab es auch eine Zugabe, und da spielte die Band ihr wohl bekanntestes Lied „Stadt met K“ – was auch zu Kaarst passte.

Zwischendurch ging die Band durch die Autoreihen, über eine extra eingerichtete Email-Adresse konnten die Zuschauer Bilder aus ihren Autos schicken, die über die Videoleinwand gezeigt wurden. Sänger Bastian Campmann erinnerte sein Publikum zwischendurch immer wieder daran, alle Knöpfe am Auto betätigen zu dürfen außer dem einen – die Hupe. Und fast alle hielten sich am Freitag auch daran, nur vereinzelt waren Hupgeräusche zu hören.

Stattdessen wurde mit Warnwesten gewunken, die Scheibenwischer und Warnblinklichtanlagen waren quasi im Dauereinsatz, einige Fans hatten sogar Handschuhe an die Scheibenwischer angebracht. „Es war anderes, aber trotzdem super“, sagte Besucherin Katharina Wetterau nach dem Konzert, das es in dieser Form hoffentlich so schnell nicht mehr geben wird.