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Kaarst: Auferstehungskirche vor 50 Jahren eingeweiht

Kaarst : Auferstehungskirche vor 50 Jahren eingeweiht

Am 16. Juni 1963 wurde die Auferstehungskirche feierlich in Dienst genommen. Die NGZ blickt auf die vergangenen Jahre zurück.

Eine Kirche ist immer mehr als ein Haus. Sie prägt nicht nur das Ortsbild, sondern ist auch Gottesdienststätte, Gemeindezentrum, Ort von Andacht und Austausch, von Trauer und Freude. Und vor allem ist sie eines: offen für alle. Bereits seit einem halben Jahrhundert kommen in der Kaarster Auferstehungskirche an der Grünstraße Menschen zusammen. Den runden Geburtstag feiert die Gemeinde in den kommenden zwei Wochen mit einem kulturellen Festprogramm. Die NGZ hat auf die vergangenen 50 Jahre zurückgeblickt.

Szenen aus dem Gemeindeleben: Das Gemeindebüro wurde bzw. wird von Ingeborg Bausen, Gesa Ladleif und Hildegard Vreden geleitet (Foto Mitte l.). Rechts daneben, v.l.: die Pfarrer Christof Albrecht, Ulrike Albrecht und Carsten Schraml. Das untere Foto zeigt die Pfarrer Uli Caspers (v.l.), Ingrid Gockel, Martin Lang, eine Vikarin, deren Name nicht bekannt ist, Horst Eickel, Rita Horstmann und Heinz Bertholt. Foto: T. Bujack/nn

Die Geschichte der Auferstehungskirche beginnt am 25. Juli 1960. An diesem Tag fasst das Presbyterium der Evangelischen Kirchengemeinde Neuss den Beschluss, an der Grünstraße 5, im siebten Bezirk, zu dem Kaarst damals gehörte, eine Kirche mit einem Jugendheim zu bauen. Das Gelände, das die Gemeinde Kaarst der Kirchengemeinde überlässt, war in früheren Zeiten ein Schützenplatz. Drei Jahre braucht es, bis der Bau — die Kirche, baulich mit dem Jugendheim verbunden, nebst eines Turmes und des Pfarrhauses, fertiggestellt ist. Am 16. Juni 1963 wird die Auferstehungskirche feierlich in Dienst genommen.

Gleichzeitig mit dem Bau der Auferstehungskirche plant das Neusser Presbyterium die Gründung einer eigenen Kirchengemeinde für Kaarst und Büttgen. Am 1. Januar 1964 entsteht sie. Damals gehören die sogenannte Kaarster Brücke, Glehn und Grefrath dazu. Das evangelische Leben in Kaarst erhält Aufschwung. Man will kreativ sein, neue Wege ausprobieren, sich auch in das gesellschaftliche Leben einbringen, zum Beispiel in der Kinder- und Jugendarbeit. Zu dieser Zeit entstehen u.a. die Konfirmandengruppen.

Mit dem ersten großen Schwung an Flüchtlingen aus Krisengebieten der Welt entscheidet sich die Gemeinde nach Absprache mit der Stadt, eine Asylberatung anzubieten. Ebenso in Zusammenarbeit mit der Stadt wird sie in der Offenen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen tätig und gründet am Asternweg die "Insel". Als offene Altentagesstätte führt die Evangelische Kirchengemeinde bis heute das "Haus der Senioren" im Maubiszentrum.

Auch die Kultur spielt eine Rolle. An Ostern 2006 bekommt die Gemeinde erstmals eine "richtige" akustische Kampherm-Orgel — finanziert aus Spendenaktionen. Das ist der Zeitpunkt, an dem die Kirchenmusik unter der Leitung von Kantor Wolfgang Weber in Kaarst an Bedeutung gewinnt.

Zum 1. Januar 1984 wird die Gemeinde Kaarst-Büttgen dann in drei eigenständige Gemeinde geteilt: Kaarst, Holzbüttgen und Büttgen. Mittlerweile hat die Geschichte sie eingeholt. Seit dem 1. Januar 2011 gibt es wieder eine Gemeinde, nun innerhalb der Stadtgrenzen. Die Auferstehungskirche liegt im ersten Gemeindebezirk.

(NGZ/rl)