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Kaarst: "Asperger-Fall" vor Gericht ohne Ergebnis

Kaarst : "Asperger-Fall" vor Gericht ohne Ergebnis

Ergebnislos blieb gestern auch der zweite Verhandlungstag vor dem Düsseldorfer Arbeitsgericht im Prozess eines 19-Jährigen gegen die Stadt Düsseldorf. Der 19 Jahre alte Kläger aus Kaarst leidet unter dem sogenannten Asperger-Syndrom, einer milden Form des Autismus, die unterschiedlich stark ausgeprägt sein kann.

Asperger-Autisten gelten als schwerbehindert. Ihr Handicap ist nicht geistig — die Intelligenz ist davon nicht beeinflusst —, sondern seelisch. Es zeigt sich etwa in einer mangelnden Kommunikationsfähigkeit.

Mit dem Handicap hatte die Stadt Düsseldorf den jungen Mann im August 2010 als Auszubildenden eingestellt, ihn nach zehn Wochen in der Probezeit aber wegen des Handikaps wieder entlassen. Formell darf die Stadt in der Probezeit kündigen — wenn dies keine Diskriminierung darstellt.

Weil eine friedliche Einigung auch gestern nicht gelang, sollen demnächst zwei Zeuginnen gehört werden, die einst an einem Gespräch über Lösungsmöglichkeiten für den Kläger während seiner Ausbildung beteiligt waren. Was dabei besprochen wurde, schildert jede der Parteien derzeit anders.

(NGZ/rl)