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Kaarst/Meerbusch: "Arche Noah" ist mehr als ein Streichelzoo

Kaarst/Meerbusch : "Arche Noah" ist mehr als ein Streichelzoo

Die Neuß-Grevenbroicher Zeitung und NE-WS 89.4, das Lokalradio für den Rhein-Kreis, testen die Tiergehege in der Region. Heute: die Arche Noah in Meerbusch. Der Streichelzoo hat täglich für drei Stunden geöffnet – 365 Tage im Jahr.

Die Neuß-Grevenbroicher Zeitung und NE-WS 89.4, das Lokalradio für den Rhein-Kreis, testen die Tiergehege in der Region. Heute: die Arche Noah in Meerbusch. Der Streichelzoo hat täglich für drei Stunden geöffnet — 365 Tage im Jahr.

Das Bitten und Betteln ihrer jüngsten Tochter ließ Hildegard Miedel erweichen, und so kam Pony "Funny" in die Meerbuscher Familie. Anfangs graste es noch im heimischen Garten, doch bald bekam es eine eigene Weidefläche an der Düsseldorfer Straße. Aus einem kleinen Stall im Jahre 1982 entwickelte sich wie ein Selbstläufer auf 4000 Quadratmetern das Tiergehege "Arche Noah". Inzwischen kommen jedes Jahr rund 36 000 Besucher. Funny lebt heute noch dort und feiert am 21. April seinen 31. Geburtstag.

Ursprünglich wollte Gründerin Hildegard Miedel wie auf der biblischen Arche Noah von jeder Tierart zwei bei sich beherbergen. Doch im Laufe der Jahre wurden der 78-Jährigen immer mehr Tiere angeboten, die nicht bei ihren Besitzern bleiben konnten oder die sie eigentlich nur zur Pflege aufgenommen hatte. Heute leben im Streichelzoo unter anderem neun Ponys, drei Esel, 30 Kaninchen, 16 Meerschweinchen und unzählige Enten, Gänse und Hühner. Die Besucher bekommen dort die Tiervielfalt zu sehen, die Hildegard Miedel selbst in ihrer Kindheit noch auf den vielen Bauernhöfen in Meerbusch erlebt hat.

Die "Arche Noah" ist seit vielen Jahren auch eine Jugendfarm mit pädagogischem Hintergrund. Gepflegt werden die Tiere hauptsächlich von ehrenamtlichen Jugendlichen. "Sie bleiben zum Teil viele Jahre bei uns und schließen ihre Tiere sehr ins Herz", sagt Miedel. Wenn ihr Schützling krank ist, bleiben sie auch bis spätabends bei ihm im Stall. Rund 50 junge Tierpfleger engagieren sich in ihrer Freizeit in der Arche. Sie kümmern sich einerseits um ihre Pflegetiere, leiten aber auch jüngere Helfer für die Arbeit im Gehege an. Die meisten Tiere sind sehr zutraulich und lassen sich von den Besuchern streicheln. "Aber die Kinder sollen auch lernen, dass das Beobachten der Tiere das eigentlich Schönste ist", sagt Hildegard Miedel.

Die "Arche Noah" hat täglich nachmittags für drei Stunden geöffnet — und zwar 365 Tage im Jahr. Selbst an Heiligabend sorgt ein Besuch für Ablenkung vor der Bescherung.

(stef)