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Kaarst: Ampel für die Bismarckstraße?

Kaarst : Ampel für die Bismarckstraße?

Die Politik hat über Gefahrenstellen im Stadtgebiet diskutiert. Für die Bismarckstraße ist in Höhe der Platanenstraße eine Bedarfsampel im Gespräch. Vor dem Altenheim St. Aldegundis soll eine Querungshilfe entstehen.

An welchen Stellen es im Kaarster Straßenverkehr derzeit gefährlich ist und welche Lösungsvorschläge es gibt — darüber diskutierte jetzt der Planungsausschuss. Die Grünen hatten die Verkehrssituation auf der Bismarckstraße in Höhe der Platanenstraße kritisiert. Die Bismarckstraße ist eine Verbindung von überörtlicher Bedeutung mit hohem Verkehrsaufkommen, aber auch Schulweg zahlreicher Kinder. Eine Mittelinsel auf Höhe der Platanenstraße soll ihnen bei der Überquerung helfen. Trotzdem erweist sich die Stelle als Gefahrenpunkt, sagen viele Eltern — unter anderem, weil die Verkehrsinsel kurz hinter einer Kurve liegt.

"Luxusprobleme am Bisgeshof"

"Das besteht Handlungsbedarf", stimmte auch Horst Blechschmidt (FDP) zu. Eine "Druckknopfampel" wie an der Kaarster Straße in Höhe der Sparkassenfiliale wäre gut. Heinz Blech (SPD) beklagte, dass Kinder durch die großen Verkehrsschilder in Augenhöhe auf der Verkehrsinsel von den Autofahrern nicht gesehen werden. Außerdem sei ihr Sichtfeld eingeschränkt. Die Schilder müssten deshalb ein gutes Stück tiefer angebracht werden. Stephan Adams von Ordnungsamt der Stadt Kaarst wies darauf hin, dass Bedarfsampeln vom Landesbetrieb Straßenbau nur dann erlaubt werden, wenn die Straße häufig überquert wird. Blechschmidt regte an, einen Besichtigungstermin vor Ort zu vereinbaren. Alle Fraktionen waren sich einig, dass mit dem Kreisverkehr am 100 Meter entfernten Hartmannsberg so schnell nicht zu rechnen ist.

Die Ausschussmitglieder sorgten sich auch um die Sicherheit der Bewohner des Altenheims St. Aldegundis. Dort soll jetzt ohne großen Aufwand eine Querungshilfe geschaffen werden. Dafür werden zwei Parkplätze geopfert. An der Olympiastraße gebe es genug Parkplätze für Besucher des Altenheims, lautete die übereinstimmende Meinung. Horst Blechschmidt setzte sich mit seinem Vorschlag durch, vor dem Hintergrund, dass die Feuerwache an einen anderen Standort verlagert werden soll, "etwas Provisorisches zu errichten".

Heftig diskutiert wurde zudem über die Verkehrssituation auf der Straße "Am Bisgeshof" in Kaarst: Die Grünen sehen dort Handlungsbedarf. Claude Köppe scheiterte mit ihrem Antrag, die Verwaltung mit der Prüfung einer Einbahnstraßenregelung zu beauftragen. Torsten Schmitter (CDU) sprach von "Luxusproblemen": Trotz des sehr schmalen Gehwegs sei es dort noch nie zu nennenswerten Unfällen gekommen. Ingo Kotzian (CDU) ging diesen Weg als Schüler neun Jahre lang: "Seit 25 Jahren ist noch nie etwas passiert — so schlimm kann es also nicht sein", lautete sein Urteil.

Stephan Adams erklärte: "Wir können keine wirklich optimale Lösung anbieten." Ein Einbahnstraßenregelung werde immer zu höheren Geschwindigkeiten führen. Das Problem: Die Situation "Am Bisgeshof" würde sich für Fußgänger nur dann deutlich verbessern lassen, wenn die Bürgersteige verbreitert würden. Dafür müssten jedoch die Anlieger einen kleinen Teil ihrer Vorgärten zur Verfügung stellen.

(NGZ/ac)