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Am 18. November soll die erste Sitzung des Seniorenbeirats in Kaarst stattfinden.

Politik in Kaarst : Senioren fordern ÖPNV-Lösung

Vor der ersten konstituierenden Sitzung Mitte November haben die Mitglieder des Seniorenbeirats bereits Themen festgezurrt, die sie nach vorne treiben möchten.

Nach einer Überraschung sieht es aktuell nicht aus: Wenn alles nach Plan läuft – beziehungsweise so wie vorbesprochen –, dann wird Manfred Schmidt (76) bei der ersten konstituierenden Sitzung des neuen Kaarster Seniorenbeirates, die voraussichtlich am 18. November stattfinden wird, als Vorsitzender dieses Gremiums wiedergewählt. Die Wahl findet zwar geheim statt, doch am Dienstag wurde bei einem Treffen auch schon eine zweite Personalie vorab geklärt. So möchte sich Jürgen Garbang zu Schmidts Stellvertreter wählen lassen. Insgesamt besteht der neue Seniorenbeirat aus neun Mitgliedern, 13 Personen kandidierten bei der vergangenen Kommunalwahl. Durchgesetzt haben sich Helga Maria Olbrich (Kaarst Nord-West), Heinrich Leßmann (Kaarst Nord-Ost), Peter Pauwels (Kaarst-Mitte), Dagmar Klammer-Brauns (Kaarst-Ost), Manfred Stranz (Kaarst Mitte-Süd), Jürgen Garbang (Vorst), Manfred Schmidt (Holzbüttgen), Gerda Linden (Büttgen-Nord) und Hans-Peter Kallen (Büttgen-Süd).

Doch mit den Personalfragen will sich das Gremium nur so lange beschäftigen, wie es nötig ist. Im Vordergrund stehen sollen die Sachthemen. So haben Manfred Schmidt und Co. bereits eine Liste mit Themen erarbeitet, die ihnen besonders am Herzen liegen. „Handlungsbedarf sehen wir vor allem beim ÖPNV“, sagt der 76-Jährige. Konkret geht es dabei unter anderem um die Mitgestaltung bei einem „multimedialen Mobilitätskonzept“. Darin soll auch die Idee eines „Seniorentaxis“ weiter verfolgt werden. Damit sollen Menschen ab 65 Jahren und Behinderte mit einem Taxi zum Pauschalpreis im Stadtgebiet von A nach B gefahren werden. Außerdem sollen Senioren und Behinderte bei der Stadtverwaltung Fünfer- und Zehnerkarten für 25 und 50 Euro erwerben können.

Weitere Anregung: Im öffentlichen Raum – speziell in den Ortsteilen – sollen mehr Treffpunkte geschaffen werden, die zum Verweilen einladen. Zudem soll die ehrenamtliche Tätigkeit von Senioren stärker gefördert werden, da sie über Kenntnisse und Lebenserfahrung verfügen, die aus Sicht des Beirats „nur unzureichend genutzt“ werden. „Auch das Thema bezahlbarer Wohnung wird uns weiterhin beschäftigen“, sagt Schmidt. Gleiches gelte für die Zusammenarbeit mit anderen Seniorenvereinen, die Förderung des Sports für ältere Menschen sowie die Verbesserung der Infrastruktur in den Ortsteilen.