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Kaarst: Alte Heerstraße: So wird gebaut

Kaarst : Alte Heerstraße: So wird gebaut

Der Rat hat den B-Plan "Alte Heerstraße/ Broicherdorfstraße" verabschiedet. Im Westen entstehen neue Wohnbauflächen und Platz für eine Pflegeeinrichtung. Die NGZ hat die Eckpunkte der Planung zusammengefasst.

Zwei Dinge braucht Kaarst aus Sicht von Verwaltung und Politik dingend: neue Wohnbauflächen und Platz für eine mögliche vierte Pflegeeinrichtung. Beides fehlte bislang im Kaarster Westen. Nach jahrelanger Diskussion haben Planungsausschuss und Rat jetzt mehrheitlich den Bebauungsplan (B-Plan) "Alte Heerstraße/Broicherdorfstraße" verabschiedet. Die Grünen, die von einem "weiteren Baugebiet von der Stange" sprechen, stimmten dagegen. Die NGZ hat die Eckpunkte der Planung zusammengefasst.

Gebiet Begrenzt wird das Plangebiet im Norden durch die Alte Heerstraße, im Osten durch die Bebauung an Schwanenweg und Adlerstraße, im Süden durch die Broicherdorfstraße sowie im Westen durch das Grundstück der ehemaligen Albert-Schweitzer-Schule und die Bebauung am Goldammer- und Fasanenweg. Mit dem neuen Baugebiet wird also eine Bebauungslücke geschlossen.

Gebäude Geplant sind im Wesentlichen Einfamilien- und Doppelhäuser. Unmittelbar neben dem Schulgrundstück an der Bussardstraße ist eine Fläche für eine weitere — vierte — Kaarster Pflegeeinrichtung vorgesehen. Geschosswohnungsbau soll es in geringem Umfang entlang der Alten Heerstraße geben.

Verwaltung und Politik stellen sich vor, dort möglicherweise Angebote zu schaffen, die die vorgesehene Pflegeeinrichtung ergänzen — betreutes Wohnen oder Senioren-Wohngemeinschaften zum Beispiel. Für den südlichen Bereich entlang der Broicherdorfstraße werden zwei Mischgebiete festgesetzt, in denen sowohl Wohnen als auch Gewerbe möglich ist. Ziel ist es, den Bestand der Gaststätte "Haus Broicherdorf" zu sichern. Ein dort geplantes Mehrfamilienhaus soll so platziert werden, dass die Wohnräume nicht zur Gaststätte hin ausgerichtet sind.

Gebäudehöhe Eine bestimmte Geschosszahl setzt der B-Plan nicht fest. In der Höhe, heißt es, sollen sich die Gebäude an das städtebauliche Umfeld anpassen.

Optik Für die Gestaltung der Fassaden im Baugebiet sind nur Klinker, heller Putz, Holz oder Holzwerkstoffplatten erlaubt. Dächer dürfen ausschließlich mit unlasiertem, nicht glänzendem Material gedeckt werden, damit ein "stimmiges Bild" erzeugt wird.

Energetische Standards Konkrete Vorgaben zu energieeffizientem Bauen macht der Bebauungsplan nicht.

Verkehr Die Haupterschließungsstraße führt aus nördlicher Richtung über die Alte Heerstraße in das künftige Baugebiet — an der geplanten neuen Pflegeeinrichtung vorbei. Um die Verkehrsbelastung möglichste gering zu halten, soll ein Großteil der Straßen und Wege als verkehrsberuhigter Bereich ausgewiesen werden.

Grün Eine Baumallee soll das Gebiet als Grünachse von der Alten Heerstraße bis zur Broicherdorfstraße durchziehen.

(NGZ/rl)