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Kaarst: Alte Heerstraße: Pflaster wieder kaputt

Kaarst : Alte Heerstraße: Pflaster wieder kaputt

Gerade mal ein Jahr liegt das neue Pflaster auf der Alten Heerstraße, jetzt wird es wieder Thema im Bauausschuss.

Eigentlich dachte man bei der Stadt, das langjährige Problem um das Pflaster auf der Alten Heerstraße vor dem Rathaus mit der Sanierung im vergangenen Jahr gelöst zu haben. Aber das war falsch gedacht. Das Pflaster ist schon wieder kaputt. Deutlich erkennbare Wellen zeigt die Straßenoberfläche. An manchen Stellen in der Straßenmitte und vor allem an den rot markierten Übergängen zum Asphalt sind die lockeren Steine im Boden eingebrochen. Wurde der Unterboden fehlerhaft angelegt? Sind die Busse doch zu schwer für die Pflasterung?

Der Stadtverwaltung ist der Zustand bekannt, aber rätselhaft. "Gutachter haben keinen Fehler in der Bauausführung feststellen können. Es wurden danach alle DIN-Normen eingehalten", sagt Stadtsprecherin Sigrid Hecker. Es werde nun versucht, gemeinsam mit der Baufirma eine Lösung zu finden, heißt es. Zwischenzeitlich bemühten sich Mitarbeiter des städtischen Bauhofs in den vergangenen Tagen, die Fugen mit Sand aufzufüllen, damit sich der Schaden nicht noch verschlimmert.

Am Donnerstag steht das Thema im nicht-öffentlichen Teil des Bauausschusses auf der Tagesordnung. Damit wird das eigentlich geschlossene Kapitel zur Pflasterfläche vor dem Rathaus wieder aufgeschlagen. Die 17 Jahre alte Top-Stone-Fläche, die im Bereich des Neumarkts auch heute noch zu sehen ist, gab viele Jahre Anstoß zu Beschwerden über den schlechten Zustand. Zuletzt wurden Löcher durch Asphalt provisorisch gefüllt. Die Firma Kemna Bau übernahm im vergangenen Jahr den Auftrag, die Top-Stone-Fläche auf der Alten Heerstraße gegen ein neues Pflaster auszutauschen. Die Maßnahme kostete rund 130000 Euro. Im April begannen die Arbeiten in drei Bauabschnitten und sollten rund drei Monate andauern. Zum Schützenfest 2011 konnten die Kaarster Schützen über das neue Pflaster marschieren. Die Straße erhielt zunächst eine neue Frostschutz- und Schotterschicht. Die großflächigen Top-Stone-Platten wurden dann durch sogenanntes 30/15/12-Pflaster ersetzt. Die Zahlen stehen für die Maße. Durch das kleinere Pflaster sollte sich die Last der Fahrzeuge auf mehrere Steine verteilen, hieß es damals aus dem städtischen Tiefbauamt. Außerdem wurde das Pflaster als verschiebesicher bezeichnet, ein weiteres Manko des alten Top-Stone-Belags.

Der aktuelle Zustand ist aber auch nicht der erste Ärger seit der Sanierung. Bereits kurz nach Fertigstellung wiesen 80 Quadratmeter der roten Steine Schäden auf. Offenbar sei jemand bei den Bauarbeiten mit einer Walze falsch gefahren, erklärte damals der Technische Beigeordnete Manfred Meuter. Die Reparatur fiel noch unter die Gewährleistung und verursachte keine zusätzlichen Kosten.

(NGZ)