Kaarst: Ärztehaus und Kita an Birkhofstraße geplant

Kaarst : Ärztehaus und Kita an Birkhofstraße geplant

Das geplante Cohousing-Projekt soll als Quartiersstützpunkt dienen. Die Meinungen über eine Klimaschutzsiedlung sind geteilt.

Die Verwaltung stellte jetzt im Planungs- und Verkehrsausschuss den neuesten Stand der Planungen für die Bebauung nördlich der Birkhofstraße vor. Leichte Änderungen sind vorgenommen worden. Das Cohousing-Projekt soll dort ebenso Platz finden wie eine Art Wohngemeinschaft für ältere Menschen, Stadtvillen mit geräumigen Wohnungen, Geschosswohnungsbau entlang der Bahnlinie und Einfamilienhäuser direkt an der Birkhofstraße. Östlich der Michaelstraße könnten ein Ärztehaus, ein Bürohaus und eine Kindertagesstätte entstehen.

Die Technische Beigeordnete Sigrid Burkhart erklärte, dass die Einfahrt in das Wohngebiet westlich der Michaelstraße deutlich vom Einmündungsbereich in die Michaelstraße verschoben worden sei. Der ruhende Verkehr für die Mehrfamilienhäuser solle in einer Tiefgarage Platz finden. Im östlichen Bereich sei zunächst nicht an eine Bebauung gedacht worden. Jetzt sollen dort vor allem ein Ärztehaus und eine Kindertagesstätte errichtet werden. Außerdem ist dort eine zusammenhängende Grünfläche angedacht. Burkhart präsentierte zwei Varianten: Bei der einen ist die Kita für den nordöstlichen Bereich vorgesehen, parallel zur Bahnlinie, bei der Alternativvariante ist die Kindertagesstätte parallel zur Michaelstraße geplant. Das Ärztehaus könne über den bestehenden Parkplatz erreicht werden.

Norbert Post vom Architekturbüro Post, Welters und Partner in Bochum warb, bezogen auf das Baugebiet südlich der Michaelstraße, für eine Beteiligung am Projekt "100 Klimaschutzsiedlungen in NRW", auf das die CDU-Fraktion sehr ablehnend reagierte. "Wir sind mit den Planungen, wie sie jetzt vorliegen, sehr zufrieden", sagte Lars Christoph, der von einer "positiven Weiterentwicklung" sprach. Angesichts steigender Baupreise riet er von der Teilnahme am Förderprojekt ab. Post hatte zu verstehen gegeben, dass die Baukosten um rund zehn Prozent steigen könnten; anderseits müsse man die Fördergelder gegenrechnen und Einsparungen bei den Energiekosten berücksichtigen.

Die Cohousing-Initiative hat bereits beschlossen, sich an dem Projekt zu beteiligen - das ist auch dann möglich, wenn die übrigen Bauherren nicht mitmachen. Heinrich Hannen (Die Grünen) kündigte einen Antrag seiner Fraktion an, wonach das Ärztehaus im Zentrum von Büttgen angesiedelt werden solle. Die Stadtvillen in der Mitte könnten größer ausfallen als bisher geplant und natürlich würden die Grünen die Teilnahme an dem Landesprojekt positiv sehen.

Anja Weingran (SPD) beklagte, dass zwei Ausfahrten auf die Benatekstraße vorgesehen seien - eine aus dem Wohngebiet und eine weitere aus der Tiefgarage. Günter Kopp (FDP) sieht das Baugebiet östlich der Michaelstraße zu wenig ausgenutzt mit Kindertagesstätte und Ärzte- beziehungsweise Bürohaus. Der Komplex von Cohousing wird gleichzeitig Quartiersstützpunkt sein. Die CDU setzte sich mit ihrem Antrag durch, eine Bürgerversammlung zu planen.

(NGZ)
Mehr von RP ONLINE