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Mogelpackung: Ärger um Nordkanal-Schlamm

Mogelpackung : Ärger um Nordkanal-Schlamm

Mehr Anerkennung wäre schon angebracht gewesen für die zwei Parteien, die sich mutig und engagiert gegen die Mehrheit der Blockierer im Stadtrat der dringend notwendigen Entschlammung des Nordkanals stellen. Die an die UWG gerichtete Drohung einer verpassten Anschlussfahrt lässt völlig offen, wohin die Fahrt gehen soll. Für mich steht jedenfalls fest, sie steht zu ihrer Wahlaussage vor der Wahl und verfolgt sie auch nach der Wahl. In dieser Konsequenz beteiligt sie sich eben nicht an der Anschlussfahrt der beschlossenen perfiden Mogelpackung der von der CDU-Fraktion vorgelegten 80:20-Lösung, der als - clever, clever! - ausgelobten Umsetzung durch den Bürgermeister, der Schließung der Grundwasserakte und der Auflösung der Kaarster Grundwasserkommission. Dazu passt auch, dass der gerne zitierte Hinweis von Landrat Patt, dass der Nordkanalverband gesetzlich nicht verpflichtet ist, eine Entschlammung durchzuführen, lediglich eine Schutzbehauptung aus dem Lager der Verweigerer ist. Makaber ist auch die Feststellung des Bürgermeisters, dass das Grundwasser-Thema als abgearbeitet zu betrachten ist. Dabei fehlt nur der Hinweis abgearbeitet im Einklang mit der Koalition der Verweigerer. Für mich steht jedenfalls fest, dass die Bedrohung für die Wohnsiedlungen entlang des Nordkanals durch Grundwassereinstau in die Keller in diesem Jahr dramatisch zunimmt. Die scheinbare Ruhe der Betroffenen wird nicht von Dauer sein.

Dieter Käsgen Holzbüttgen