Kaarst: AEG-Turnhalle für die Zukunft gerüstet

Kaarst: AEG-Turnhalle für die Zukunft gerüstet

Die fertiggestellte Dreifachturnhalle des Albert-Einstein-Gymnasiums wurde von den Mitgliedern des Sportausschusses besichtigt und größtenteils für gut befunden. Bestehende Makel sollen noch beseitigt werden - allerdings erst 2019.

Mitglieder des Sportausschusses haben jetzt die Dreifachturnhalle des Albert-Einstein-Gymnasiums besichtigt. Sie war von April bis Ende November vergangenen Jahres saniert worden. Insgesamt wurden rund 370.000 Euro in das Bauwerk gesteckt. Schulleiter Bruno von Berg und Jürgen Schaefer, stellvertretender Vorsitzender der Fachschaft Sport an dem Kaarster Gymnasium, sind sehr zufrieden mit dem Ergebnis, wenn auch nicht wunschlos glücklich. Kleinere Maßnahmen, wie neue Basketballkörbe, sollen im kommenden Jahr folgen.

Wer vor der Sporthalle parkt, dem fällt sofort auf, dass das bisherige Milchglas durch Dreifach-Klarglas ersetzt wurde. Die Verglasung reicht nicht mehr bis zum Hallenboden - das liegt am Rundum-Prallschutz. Von Berg mahnte eine Abdeckung an, weil der Hohlraum sich sonst zum Bälle-Grab entwickeln würde. Diese Abdeckung wurde bereits bestellt.

Christina Busch von der Technischen Gebäudewirtschaft der Stadt Kaarst geht davon aus, dass die Maßnahmen zu deutlich niedrigeren Heizkosten führen werden. Trotz der derzeit niedrigen Außentemperaturen konnte die Heizleistung ein weiteres Mal reduziert werden. Ein weiterer wichtiger Aspekt bei der Sanierung war der Ersatz der Hydraulik für die Fensteröffnungen durch eine elektrische Lösung: Oberlichter öffnen und schließen selbsttätig, so dass immer frische Luft in die Halle kommt. Vereine und Sportlehrer können die Halle aber auch nach Wunsch belüften. "Die Stadt hat sich mit der Sanierung mehr Zeit gelassen, als wir gedacht haben", sagte von Berg. "Die Verzögerung resultiert unter anderem aus dem Ersatz der Geräteraumtore: Diese Beschaffung war zunächst nicht vorgesehen und die Lieferzeit betrug 16 Wochen", erklärte Busch.

Die Halle ist übrigens sehr gut ausgelastet: Von 8 bis 17.30 Uhr dient sie dem Schulsport, anschließend wird sie für den Vereinssport genutzt. "Meine Kollegen gehen gern ein die renovierte Halle", sagte Schaefer. Und er gab folgendes zu verstehen: "Bei allem, was wir an Kritik vorgebracht haben: Wir sind sehr dankbar für die Renovierung." Der Schulsport habe sich in den vergangenen 20 Jahren verändert wie sonst kein anderer Unterricht - diesem Umstand wird unter anderem die Kletterwand in der Dreifachhalle gerecht. Nicht ganz zufrieden sind die Nutzer der Halle mit dem Boden, der nicht erneuert wurde. Man beklagt eine gewisse Rutschgefahr. "Die liegt noch innerhalb der zulässigen Toleranz", erklärte Michael Wilms vom Sportamt der Stadt Kaarst. Einige gewünschte Verschönerungsmaßnahmen habe man auf der Agenda - allerdings erst für 2019.

(NGZ)