Hermann Dropmann ist tot: Abschied von Sport-Legende aus Büttgen

Hermann Dropmann ist tot: Abschied von Sport-Legende aus Büttgen

Wie kaum ein anderer hat er den sportlichen Werdegang der Gemeinde Büttgen und der Stadt Kaarst gelenkt: Hermann Dropmann. Am Dienstag starb der gebürtige Gelsenkirchener im Alter von fast 96 Jahren.

"Alles war nur möglich durch das gute und harmonische Zusammenwirken aller politischer Fraktionen und den absoluten Rückhalt seitens der Bürger", Dropmann hatte allen Grund zum Stolz auf eine außergewöhnliche Lebensleistung und blieb dennoch bescheiden.

1949 von Düsseldorf nach Holzbüttgen umgezogen, war er von 1961 bis 1971 Ratsmitglied der Gemeinde Büttgen, 1964 bis 1969 stellvertretender Bürgermeister, 1961 bis 1969 Fraktionssprecher der FDP, 1961 bis 1975 Mitglied im Sparkassenrat, von 1959 bis 1979 Vorsitzender des VfR Büttgen, seit 1980 auch Ehrenvorsitzender, Mitbegründer des Stadtsportverbandes Kaarst - die Liste der Ämter und Funktionen, in denen sich der Inhaber eines Speditionsunternehmens für seine Wahlheimat und immer für den Sport engagierte, ließe sich noch lange fortsetzen: Büttgen bekam einen Rasenplatz mit Turnhalle und Räumen für die Sportler, Berti Vogts entwickelte sich zum "Shooting-Star" - Dropmann, ein guter Freund und Weggefährte von Peter Kirchhartz, nannte ihn stolz einen seiner Zöglinge und freute sich über die guten Beziehungen zum früheren Bundestrainer.

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Sportanlagen auch für Holzbüttgen und Vorst, aber natürlich auch der Aufstieg Büttgens zum "Sport-Dorf" mit Schwimmbad, Tennisanlage und Radsporthalle, all dies trägt die Handschrift von Hermann Dropmann. Nicht anders ist es mit dem modernen Gesicht des VfR Büttgen, dessen Geschicke er über 20 Jahre lenkte und der mit Fußballweltmeistern, Deutschen Meistern, Radsportweltmeistern und Olympiasiegern sowie Bundestrainern Sportgeschichte geschrieben hat. VfR-Präsident Franz-Josef Kallen hebt besonders die Geradlinigkeit und menschliche Wärme seines Freundes hervor: "Ein Sportkamerad, der nicht nur die Leistungen, sondern in erster Linie den Menschen mit seinen Qualitäten, Fehlern und Schwächen gesehen hat." Kein Wunder, dass bereits seit langem von der "Ära Dropmann" die Rede war, einer Ära, die jetzt zu Ende ging, aber vielen Menschen in Büttgen unvergessen bleiben wird. ki

(NGZ)
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