1. NRW
  2. Städte
  3. Kaarst

Kaarst: 1600 Marschierer beim Kaarster Schützenfest

Kaarst : 1600 Marschierer beim Kaarster Schützenfest

Das Königspaar Günter und Sabine Mödder erwartet ein rauschendes Fest. Gesammelt wird für soziale Zwecke.

Beim vierten Versuch hat es im vergangenen Jahr endlich geklappt: Günter Mödder, ein Kaarster Urgestein, holte den Königsvogel von der Stange. Ebenso fest im heimischen Brauchtum verankert sind seine beiden Minister Ralf Stutz und Bernd Siedler. Letzterer ist inzwischen nach einer Operation aus dem Krankenhaus entlassen worden und zuversichtlich, dass er das volle Schützenfest-Programm mitmachen kann.

Was es über das Königshaus zu sagen gibt: Günter Mödder wohnt seit seiner Geburt vor fast 52 Jahren an der Büttgener Straße, wo er auch seine Residenz aufgebaut hat. Er ist ein Familienmensch, in seinem Haus leben auch Tochter, Schwiegersohn und die beiden Enkelinnen. Dem Kaarster Schützenwesen ist der Elektriker, der bei den Düsseldorfer Stadtwerken arbeitet, seit 1984 verbunden. Vor zwei Jahren war er Minister von Bernd Siedler.

Königin Sabine Mödder stammt aus Thüringen, hat sich aber längst vom Schützenfest-Virus infizieren lassen. Das Königshaus verzichtet auf Blumen und Geschenke und sammelt für die Hospizbewegung Kaarst und das Wohnhaus Vorst der Lebenshilfe. Alexander Hart, der im Oktober 18 Jahre alt wird, repräsentiert als Jungschützenkönig die jungen Schützen. An seiner Seite: Freundin und Jungschützenkönigin Colette Perillieux. Die "kleinsten" unter den Schützen werden durch Edelknabenkönig Jan Wiechers vertreten.

Die Besucher werden auch in diesem Jahr wieder tolle Paraden zu sehen bekommen: Zu den 77 eigenen Zügen kommen Gastzüge und zehn Musikblöcke. Insgesamt werden rund 1600 Marschierer auf der Straße sein. Platzmeister Rico Wallfass verspricht eine Mischung aus Altbewährtem und Neuem. Das wohl aufregendste Fahrgeschäft in diesem Jahr ist nichts für Leute mit flauem Gefühl in der Magengegend: Der "Booster" bietet die wohl rasanteste Fahrt, Drehscheiben und Gondeln, die sich über Kopf drehen, sollen für ein Wahnsinnsgefühl sorgen. Auch eine runde Sache: Das Bier kostet im Festzelt nach 1,45 Euro im Vorjahr jetzt glatte 1,50 Euro.

(barni)