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Kaarst: 1200 Schützen und Musiker

Kaarst : 1200 Schützen und Musiker

Gestern bei der Parade strahlte das Vorster Schützenkönigspaar Markus und Annette Hannen mit der Sonne um die Wette. Dazu hatten die beiden auch allen Grund. Mit mehr als 20 000 Röschen war ihre Residenz geschmückt.

Erst Schützenkönig, dann Bezirksschützenkönig und jetzt auch noch Sonnenkönig: Markus I. Hannen hat allen Grund, glücklich zu sein. Das letzte Schützenfest im Kaarster Stadtgebiet findet bei einem Wetter statt, das die anderen Bruderschaften gerne gehabt hätten. Kein Wunder, dass Zelt und Festplatz bis jetzt äußerst gut besucht waren. Als am Samstag um 14 Uhr Willi Crombach, allgemein bekannt als "Böller-Willi" mit Böllerschützen den Beginn des Schützenfestes akustisch markierte, drängelte sich bereits die Kinder auf dem Festplatz. Für alle gab es ein Lebkuchenherz, für viele Chips für Freifahrten auf den Karussells. Das sorgte bei den Erwachsenen für ein Gänsehaut-Gefühl: Der Zapfenstreich, den rund 700 Schützen und etwa doppelt so viele Zuschauer miterlebten, war grandios: "Als ob ein Bundespräsident empfangen wird", schwärmte ein Schütze. Als Stimmungsverstärker dienten wieder die Scheibenschützen, die Fackeln trugen.

König Markus I. Hannen war beim Schmücken der Residenz ein kleines Malheur passiert: Eine falsche Bewegung hatte Rückenschmerzen ausgelöst. Angela, die Lebensgefährtin von Präsident Thomas Schröder, hatte dem König ihren Massagetermin zur Verfügung gestellt, und Regimentsarzt Dr. Winfried Kluth gab sein Bestes. Mit Erfolg: Bereits am Samstag zog es Markus I. und Königin Annette immer wieder auf die Tanzfläche. Die Band "Joynova" sorgte wieder für richtig gute Stimmung.

Da das Königspaar mit seinen zwei Söhnen in Schiefbahn wohnt — Oberst Bernhard Schwengers nennt Markus Hannen immer "Schibbahner" — wurde die Residenz vor dem Haus der Mutter des Königs errichtet — eine imposante Burg, mit mehr als 20 000 Röschen verziert.

Gestern, bei strahlendem Sonnenschein und hochsommerlichen Temperaturen waren rund 1200 Schützen und Musiker auf der Straße. Das traumhafte Wetter wird nicht nur auf das traditionelle Antonius-Putzen zurückgeführt: Viele Schützen sehen darin ein "Antrittsgeschenk" von Pastor Peter Seul. Gestern wurden nicht nur verdiente Schützen geehrt: Die Ehrentafel der St. Eustachius-Schützenbruderschaft ging an die Schaustellerfamilie Cronenberg und Sohn — denn sie bestückt seit mittlerweile 50 Jahren den Festplatz, stellte unter anderem 50 Mal in Folge den Autoscooter.

(NGZ)