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Jüchen: Zillikens: Offensive für Bahnhöfe

Jüchen : Zillikens: Offensive für Bahnhöfe

In der Nachbarstadt Grevenbroich wird der Bahnhof derzeit für 300 000 Euro neu gestaltet und "aufgefrischt". Auch die beiden Bahnhöfe in der Gemeinde Jüchen hätten eine Modernisierung dringend nötig – beide Stationen sind zudem nicht barrierefrei.

In der Nachbarstadt Grevenbroich wird der Bahnhof derzeit für 300 000 Euro neu gestaltet und "aufgefrischt". Auch die beiden Bahnhöfe in der Gemeinde Jüchen hätten eine Modernisierung dringend nötig — beide Stationen sind zudem nicht barrierefrei.

"Die Bahnhöfe sind in schlechtem Zustand — verschmutzt, mit Graffiti verschmiert, und es stinkt. Sie sind weder für die Deutsche Bahn noch für die Gemeinde ein Aushängeschild", erklärt Bürgermeister Harald Zillikens.

"Die Bahn muss jetzt reagieren"

Er macht bei dem Thema jetzt Dampf: Mit etlichen Schreiben hat sich der Verwaltungschef an DB-Vorstandsvorsitzenden Rüdiger Gruber gewandt, an Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer, Landesverkehrsminister Michael Groschek, die für Jüchen zuständigen Bundestags- und Landtagsabgeordneten sowie an Landrat Hans-Jürgen Petrauschke als Vorsitzenden des Regionalrats. "Ich erwarte von unseren Abgeordneten, dass sie sich für unsere Forderung einsetzen", erklärt Zillikens.

Besonders im Blick hat der Bürgermeister den Bahnhof Hochneukirch. Der Mittelbahnsteig ist nur über Treppen zu erreichen, auch der Einstieg in den Zug ist nicht barrierefrei. Als Umbau-Termine waren früher bereits 2013 oder 2014 genannt worden. Wie die DB kürzlich erklärte, sind "aktuell keine Investitionen am Bahnhof Hochneukirch geplant" — die seien erst ab 2017 möglich.

Damit ist Zillikens nicht zufrieden. "Wir möchten einen Zeithorizont — und einen früheren Umbautermin." Schließlich habe die Gemeinde am Bahnhof bereits mit Zuschüssen einen Park- and-Ride-Platz geschaffen. Jetzt müssen der zweite Bauabschnitt und der barrierefreie Zugang zum Bahnhof folgen. Dafür ist aber Voraussetzung, dass die Deutsche Bahn auch den Bahnsteig barrierefrei umbaut.

"Wir sind in Vorleistung getreten, nun muss die DB reagieren." Zillikens befürchtet, dass die Gemeinde sonst Zuschüsse für den Park-and-Ride-Platz zurückzahlen muss. Außerdem betont er, dass direkt am Bahnhof 50 barrierefreie Wohnungen für Senioren errichtet worden seien. Die ersten der Angeschriebenen reagierten bereits: Unter anderem Bundestagsabgeordneter Ansgar Heveling und Kreisverkehrspolitiker Christian Will "haben bereits Gesprächstermine vereinbart", erklärt Zillikens.

(RP/rl)