Vier Karnevalszüge im Stadtgebiet von Jüchen

Karneval in Jüchen : Sitzungspräsidentin freut sich auf tolle Tage

Adina Müller (23) ist seit zehn Jahren Präsidentin der Kindersitzung. Karneval wird aber auch mit Umzügen in Jüchen und Gierath gefeiert.

An den tollen Tagen wird es in Jüchen wieder verschiedene Karnevalshochburgen geben. In Jüchen-Mitte, in Gierath und vor allem auch in Hochneukirch soll es wieder hoch hergehen. Vorbereitet sind auch bereits die Karnevalszüge. Die KG Rot-Weiß Gierath-Gubberath zieht am 4. März von 15 is 17 Uhr durch beide Dörfer. Los geht es an der Ulmenstraße in Richtung Gierath. Die Kindertagesstätte Jüchen und die Grundschule In den Weiden gehen am 1.März, 10 Uhr, von der Grundschule Jüchen los. Der Karnevalszug der „Jugend en de Bütt Otzenrath“ startet am 2. März, 15 Uhr, in Spenrath, an der Baumstraße. Und der Elferrath Gazweiler bewegt sich am 3.März, 10 Uhr, vom Marktplatz in Jüchen in Richtung Garzweiler.

In Hochneukirch steigt am 24. Februar, ab 14.11 Uhr in der Peter- Bamm-Halle die Kindersitzung der „KG Nökercher Jecke“. Dabei wird das Kinderprinzenpaar Nele Both (10) und Florian Huppertz (12) einen großen Auftritt haben. Die beiden werden begleitet von den Gardegirls der „Nökercher Jecke“. UndKinderzauberer Mecki soll einer der vielen Höhepunkte dieser Sitzung sein.

Die „KG Nökercher Jecke“ lädt außerdem ein zum traditionellen Altweibertreffen für den 28. Februar, das diesmal wegen der Baustelle im beheizten Festzelt am Schützenhaus auf der Mühlenstraße von 14.11 Uhr bis etwa 22 Uhr stattfinden wird. Auch in diesem Jahr haben die Karnevalisten wieder die Kölsche Rockband „Die Fressköpp“ verpflichtet, die ebenso wie die „DJ Schürzenjäger“ für beste Partystimmung sorgen wollen. Sie ist 23 Jahre jung und schon zum zehnten Mal Sitzungspräsidentin. Adina Müller hat viel Spaß am Moderieren und an Büttenreden.

 Als Adina gerade mal drei Jahre jung war, studierte ihre Mutter Andrea mit Kindern der Tanzgruppe des Kindergartens Mühlenstraße einen spanischen Tanz ein. Und sie war mit dabei. Adina war fünf, als sie mit viel Mut zum komischen Auftritt ihre erste Büttenrede „vor richtig großem Publikum“ bei der Kindersitzung in der Peter-Bamm-Halle vortrug. Den Text hatte sie mit der Mama gelernt, denn schreiben lesen konnte die Fünfjährige damals noch nicht. Adina Müller erzählt: „Annette Pega von den Nökercher Karnevalisten hat mit mir Feinheiten wie die Mimik einstudiert.“Mit ihrer großen Schwester Sanja, die inzwischen 26 Jahre alt und angehende Ärztin ist, hatte sie auch gesungen und erinnert sich: „Besonders erfolgreich waren wir mit dem Lied vom Trömmelchen.“

Adinas Markenzeichen waren ihre ansteckende Frohnatur und ihr Mut zur komischen Hässlichkeit, denn sie wollte die Leute schließlich zum Lachen bringen – für Prinzessinnenkostüme hatte sie sich nie interessiert.

Mit acht Jahren trat sie als Büttenrednerin und in der Hochneukircher Kinder-Tanzgarde auf. Mit fünf Jahren hatte sie außerdem mit dem Geigenspielen begonnen, es kamen Ballettunterricht und Gitarrenspielen hinzu. Adina war noch nicht in der Schule, als sie anfing zu modeln. „Das habe ich wie meine Schwester Sanja und mein Bruder Ricco ungefähr bis zum 16. Lebensjahr über verschiedene Agenturen für Mode gemacht,“ erzählt die 23-Jährige.

Nicht nur im Karneval mag sie die Fröhlichkeit von Kindern und möchte daher dem Kinderkarneval so lange wie möglich treu bleiben. Beruflich arbeitet Adina Müller als Hebamme im Elisabethkrankenhaus in Grevenbroich. Und sie sagt: „Mit dem Kinderkarneval bin ich aufgewachsen und das hat mich sehr gefördert – wenn man auf der Bühne steht, um Kindern und deren Familien Freude zu machen, ist das eine gute Sache und außerdem wächst man selbst in seiner Persönlichkeit.“

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