Jüchen: Viele Verlockungen bei der Schlossweihnacht

Jüchen : Viele Verlockungen bei der Schlossweihnacht

Der Weihnachtsmarkt mit seinem besonderen Ambiente zog an seinem ersten Wochenende viele Besucher nach Schloss Dyck.

Es gibt zwei gute Gründe, sich die "Schlossweihnacht" auf Schloss Dyck nicht entgehen zu lassen: Da ist zum einen die Faszination, die vom Schloss und von den Parkanlagen ausgeht. Außerdem ist das ebenso große wie geschmackvolle Angebot ein fast schon unschlagbares Argument für diesen Weihnachtsmarkt. Und weil er längst kein Geheimtipp mehr ist, war der Markt wieder gut besucht. Wer ihn verpasst hat: An den beiden kommenden Adventswochenenden geht die "Schlossweihnacht" weiter, wenn auch nicht mit völlig unveränderter Besetzung.

Winterlich kalt war es beim Markt - die Temperaturen lagen um den Nullpunkt. Foto: Berns Lothar

Ganz klar: Zur Eröffnung am Samstag Vormittag herrschte Glühwein-Wetter mit Temperaturen knapp unter dem Gefrierpunkt. Hier und da wurde noch schnell Sand auf die Wege gestreut, um die Rutschgefahr zu verringern.

Deko für Adventszeit und Weihnachten war gefragt an den zahlreichen Ständen. Foto: Berns Lothar

In der Weihnachtszeit gönnt man sich was: Barbara Hummen war mit ihrem kleinen roten dreirädrigen Piaggio Ape aus Kempen angereist. Die wertvolle Ladung: Edle Kaffeeröstungen - da kosteten die 250 Gramm bis zu 48 Euro. Ein anderer Genuss war von der Organisatorin der Schlossweihnacht, Ulla Illbruck, kreiert worden: Der legendäre "Schlossglühwein" wird verfeinert mit Weihnachtsgewürzen wie Zimt und Nelken und duftet verführerisch. Angenehmer Nebeneffekt: Das edle, würzige Warmgetränk vertreibt die Kälte von innen heraus.

Bernd Dreßen aus Köln ließ vor allem die Frauenherzen höher schlagen: "Ich verkaufe Schuhe, die ich selbst entworfen habe und die eine kleine Manufaktur in Italien für mich fertigt", erklärte der 63-jährige Kölner, der sich am Morgen entschieden hatte, zwei Paar Socken anzuziehen. Brigitte Kebrich aus Jülich hatte Kiefernzapfen aus Nordamerika im Angebot, die bis zu 50 Zentimeter lang sind. Eine Sorte hat die Form einer Ananas und ist fast noch ein bisschen größer. Im Stallhof-Foyer funkelte und glänzte es, das lag unter anderem an Renate Menke aus Bad Sassendorf: "Ich habe außergewöhnliche Sachen hier - neue, aber auch Antiquitäten", erklärte die Verkäuferin. Barbara Kühnlein-Kremer aus Niederzier hatte eine große Auswahl von Halsketten ausgebreitet, die auf neue Besitzerinnen warteten.

Die Besucher hatten gestern genügend Möglichkeiten, dem Regen auszuweichen. Da ist neben den historischen Gebäuden, die mit Ständen bestückt wurden, ein riesiges weißes Zelt, das sogar beheizt ist und 20 Ausstellern Platz bietet.

Ute Koep machte in diesem angenehmen Ambiente ganz ohne rotgefrorene Nase auf eine Spezialität des Winzers Jakob Gerhardt von Schloss Nierstein aufmerksam: "Unser Kellermeister hat den "Schokosecco" kreiert, den gibt es nur bei uns." Ein Sekt mit dem dezenten Aroma dunkler Schokolade gehört zu den vielen Verlockungen auf der "Schlossweihnacht" .

Auch der Nikolaus, verkörpert von Berno Schmitz-Kamper, und das Christkind (Jasmine Tirock) kamen, sie verschenkten Mandarinen, Äpfel und mit Schokolade gefüllte Goldtaler an die Kinder.

(NGZ)