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Versorgung an Schulen in Jüchen: Trinkwasser kommt aus dem Spender

Stadt Jüchen reagiert auf Hitze : Trinkwasser in Schulen kommt jetzt aus dem Spender

An der Lindenschule in Gierath wurde der erste Trinkwasserspender der Stadt in Betrieb genommen. Insgesamt hat die Stadt 25 dieser Geräte aufgestellt, dafür investiert sie 110.000 Euro.

Passender konnte der Zeitpunkt nicht gewählt werden. Pünktlich zu Unterrichtsbeginn nach dem Sommerferien und mitten in der aktuellen Hitzewelle präsentiert die Stadtverwaltung Jüchen ihre neueste Errungenschaft, die Schülern, Lehrern, und an anderen Stellen auch Verwaltungsmitarbeitern mit stets frischem, kühlen Trinkwasser versorgt. Am Standort Gierath der Lindenschule nahmen Grundschüler gemeinsam mit Schulleiter Gero Müllers und Bürgermeister Harald Zillikens stellvertretend die Getränkespender unter Corona-Bedingungen in Betrieb.

„Die Wasserspender passen total in unser Konzept der Nachhaltigkeit und Gesundheit“, meinte Müllers. Zahlreiche Kinder bekämen keine Trinkflasche von Zuhause mit und litten nach einigen Stunden oft unter Ausfällen wie Kopfschmerzen, weil sie zu wenig oder gar nichts trinken. „Deshalb freue ich mich sehr über die Tafelwasseranlagen, gerade jetzt bei den hohen sommerlichen Temperaturen.“

Insgesamt hat die Stadt Jüchen 25 Wasserspender aufgestellt, zehn Großgeräte gibt es in Schulen und Mensen, neun Kleingeräte in den Kindertagesstätten und fünf Geräte in der Verwaltung und dem Baubetriebshof. Um die neuen Geräte in den Schulen entsprechend nutzen zu können, erhält jeder Schüler zum Schuljahresbeginn eine eigene Trinkflasche mit dem Logo der Stadt Jüchen. Insgesamt hat die Verwaltung 2500 Trinkflaschen besorgt.„Mit Tafelwasseranlagen in Gemeinschaftseinrichtungen lassen sich ökonomische, ökologische und soziale Aspekte ideal vereinen“, sagte Zillikens. „Frisches Trinkwasser ist ein regionales Produkt und das bestgeprüfte Lebensmittel vor Ort.“

Durch diesen Einsatz anstelle von mit in die Schule gebrachten Getränkeflaschen und Dosen werde der CO2-Ausstoß vermindert, entfielen Transportkosten, Lagerung und Reinigung des Leerguts. Auch gebe es keine zusätzlich Verpackung und bestehe ein Höchstmaß an Hygieneschutz. Die verschenkten Trinkflaschen seien ohne gesundheitsschädliche Additive hergestellt, stabiler als herkömmliche PET-Flaschen, bruchsicher, leicht zu reinigen.

Die großen Trinkwasserspender können pro Stunde 150 Liter gekühltes, karbonisiertes Wasser, wahlweise mit Kohlensäure versetzt, liefern, die kleinen Geräte haben eine Leistung von 45 Litern. Zusätzlich kann durch die Kleingeräte auch heißes Wasser angeboten werde. In den Kitas werden die Geräte außerhalb der Reichweite der Kinder aufgestellt. Dort übernehmen die Erzieherinnen das Befüllen der Getränkeflaschen. Alle Geräte sind mit einem Aktivkohle-Mikrofilter ausgestattet, die Partikel im Wasser ab einer Größe von 05,-tausendstel Millimeter herausfiltern. Außerdem beseitigen die Filter den Geruch und Geschmack von Chlor und andere Stoffe. Zudem wurden an den Wasserauslässen UV-Dioden installiert, die eine Verkeimung verhindern.

Die ersten Schüler der Lindenschule zapften mit Begeisterung das frische Nass. Bei ihnen haben die Geräte die Funktionstauglichkeit bewiesen und das frische Trinkwasser den Geschmacktstest bestanden.

Insgesamt 110.000 Euro investiert die Stadt Jüchen in die neuen Wasserspender und Trinkflaschen für alle Schüler der Stadt. Innbegriffen sind auch die Anschlusskosten für Wasser und Strom. Mit einer Firma aus der Region wurde ein Wartungsvertrag abgeschlossen, durch den die Geräte kontrolliert und gereinigt und die Kohlesäurepatronen ausgewechselt werden. An Betriebskosten fallen daher jährlich rund 15.000 Euro an. Auf die Idee für die permanenten schulischen Wasserspender kam Bürgermeister Harald Zillikens bei einem Besuch in Südtirol.