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Überraschungsgäste aus Österreich beim Jüchener Schützenfest

Schützenfest in Jüchen : Überraschungsgäste aus Österreich

Mit ihren historischen Gebirgsjäger-Uniformen werden sie ein Blickfang beim Jüchener Schützenfest an diesem Wochenende sein. Die Historischen Salzlecker Schützen aus dem österreichischem Schwarzach/Pongau kommen ins Rheinland – und werden für das Königspaar Hans Reiner und Helga Jagdfeld Salut schießen.

Den Kontakt hatte Jens Jagdfeld, Sohn des Jüchener Schützenkönigs, vor Jahren während der Ferienlager der katholischen Kirchengemeinde im Salzburger Pongau geknüpft. Er freundete sich mit dem Sohn der Wirtsleute, Rupert („Rupi“) Prommegger, an. Dieser reiste dann, oft mit Freunden, zum Schützenfest in Jüchen. Sie marschierten in den Uniformen des Jüchener Pionierzuges mit. Im Gegenzug stieg Jens Jagdfeld ins weihnachtliche Krampus-Brauchtum in Schwarzach/St. Veit ein. Die Verbindung zum Niederrhein blieb den Schwarzachern nicht verborgen. Im Ort besteht seit 50 Jahren eine eigene Schützenkompanie. „Da war schnell die Idee geboren: Wir kommen euch mal zum Schützenfest in Jüchen besuchen“, sagt Alexander Schörghofer, Obmann der „Historischen Salzlecker Schützen Schwarzach.

„Als feststand, dass meine Eltern Königspaar in Jüchen würden, wurde das Unternehmen konkreter“, schildert Jagdfeld. Die Schwarzacher Schützen würden ihren Jahresausflug nach Jüchen zum Fest unternehmen und die Majestäten überraschen.

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Das sollte 2020 sein, kann jedoch wegen Corona erst jetzt realisiert werden. Obmann Alexander Schörghofer und Hauptmann Matthias Lechner von der Schützenkompanie freuen sich seit Wochen auf die Tour. Einzig das Jüchener Königspaar durfte noch nichts wissen – das Ganze sollte ja eine Überraschung sein. Zuvor waren noch Hürden zu überwinden.

Für eine Pongauer Schützenkompanie ist es das Höchste, mit historischen Gewehren einem Ehrengast einen Salut auszubringen. „Die Kunst besteht darin, dass beim Salut mit 20 Mann nur ein einziger Knall zu hören ist,“ erläutert Hauptmann und Kommandeur Lechner. Für Jens Jagdfeld war klar: „Das müssen wir den Majestäten bieten.“ Doch zunächst war ein Genehmigungsverfahren nötig, bei dem der Kreis, die österreichische Bezirkshauptmannschaft, Innenministerium und sogar Verfassungsschutz beteiligt waren. Nun ist die Genehmigung für Waffen und Munition da.

Neben der Teilnahme an Veranstaltungen und Festzügen am Samstag und Sonntag – für Farbtupfer werden auch drei Marketenderinnen mit ihren traditionellen Schnaps-Fässchen sorgen – steht auch Sightseeing an, etwa ein Besuch des Tagebaus Garzweiler.