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Starkregen in Jüchen: Feuerwehr pumpt vier Stunden und rettet Fische

Einsatz nach Starkregen in Jüchen : Feuerwehr pumpt vier Stunden und rettet Fische

Wieder einmal traf ein Starkregen Teile des Jüchener Stadtgebietes. Zu fünf Einsätzen wurde die Feuerwehr am Sonntag alarmiert - erst um 20 Uhr rückten die letzten Kräfte wieder ein. Vier Stunden lang waren sie allein an der Buschgasse in Jüchen im Einsatz.

Dort hatte ein Garten laut Feuerwehr bis zu einem halben Meter hoch unter Wasser gestanden. An einem Haus drückte das Wasser Kellerscheiben ein, drinnen stand es dann ebenfalls bis zu 50 Zentimeter hoch. Auch ein zweites Wohngebäude ist betroffen: „Das Wasser strömte vom Garten ins Erdgeschoss und von dort in die Keller, berichtet Heinz-Dieter Abels, Leiter der Feuerwehr.

Ein weiteres Problem: Das verdreckte Wasser floss in einen Teich mit Zierfischen, drohte den Tieren den Sauerstoff zu nehmen. Die Feuerwehr pumpte das Wasser ab und ließ frisches hinein laufen. Das war aber nur ein Teil der Arbeit. Mit mobilen Hochwasserbarrieren stoppten die rund 20 Feuerwehrleute das aus dem Garten nachströmende Wasser. Der Löschzug Jüchen wurde durch die Einheiten Kelzenberg und Waat unterstützt. Sechs Tauchpumpen und eine Tragkraftspritze, die 1600 Liter Wasser in der Minute zu fördern vermag, wurden beim Pumpen eingesetzt.

Nun wird nach der Ursache gesucht: „Wir prüfen zurzeit alle Möglichkeiten, wie das Wasser in dieser Menge aus dem Regenwasserkanal austreten konnte“, erklärt Stadtsprecher Norbert Wolf. „Wir haben eine Spülung und eine Kamerabefahrung des Kanals in Auftrag gegeben.“ Weitere Einsatzstellen waren etwa an der Finken- und der Schulstraße in Gierath und der Mittelstraße in Bedburdyck. An mehreren Stellen holten Feuerwehrleute die Auffangkörbe aus den Gullys hinaus, damit das Wasser besser in die Kanalisation fließen konnte.