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Stadtradeln: Jüchen kreisweit auf drittletztem Platz

Ergebnis des Stadtradelns : Jüchen kreisweit nur auf drittletztem Platz

Stadt und Radfreunde sprechen dennoch von Erfolg: Die Zahl der Teilnehmer und der gefahrenen Kilometer hat sich mehr als verdoppelt. Der Rhein-Kreis Neuss liegt insgesamt bundesweit auf dem ersten Platz.

Alles eine Frage der Perspektive: Als „vollen Erfolg“ bezeichnet die Stadt das Ergebnis des Stadtradelns 2020, bei dem Bürger in die Pedale treten und ihre Kilometer bis zum 2. Juli online melden sollten. Tatsächlich machten in Jüchen fast 200 Radler mit, ein Anstieg um mehr als 250 Prozent. Die Zahl der gestrampelten Kilometer verdoppelte sich auf 50.113: Doch im Vergleich der Kreiskommunen kommt Jüchen nur auf den sechsten und damit drittletzten Rang vor Rommerskirchen und Grevenbroich. Statistisch gesehen hat jeder Jüchener 2,14 Kilometer für die Aktion zurückgelegt, fast genau so viel wie Meerbusch (2,15), aber deutlich mehr als Rommerskirchen (1,61) und Schlusslicht Grevenbroich (0,95). Luft nach oben bleibt reichlich: Die Dormagener meldeten 307.317 Kilometer, 4,77 je Einwohner.

Ist Jüchen nun Top oder Flop? Gerhard Geisler, Vorsitzender der Radfreunde Jüchen, sieht das Ergebnis positiv: „2019 haben deutlich weniger mitgemacht.“ 2020 besonders kräftig ins Zug gelegt hätten sich etwa 17 Radler des Clubs RF Adler Hochneukirch, die fast 12.000 Kilometer auf Zweirädern zurückgelegt hätten. Die Radfreunde Jüchen waren pro Kopf im Schnitt mit 400 Kilometern dabei, die Stadtverwaltung habe 2500 Kilometer gemeldet. „Uns freut es, dass Jüchen vor der Nachbarstadt Grevenbroich liegt“, sagt Geisler.

Eine Erklärung, dass Jüchen in der zweiten Hälfte der Kreiskommmunen rangiert: Die Konkurrenz im Kreis ist stark. „Der Rhein-Kreis Neuss liegt bundesweit auf Platz 1“, sagt Geisler. „Das kann sich aber noch ändern, weil die Kommunen bis Oktober Zeit für die Aktion Stadtradeln haben.“

Für Jan Daley Kübel, Klimaschutzmanager der Stadt Jüchen, ist das Resultat „überragend“: „Mehr als 50.000 Kilometer. Und das, obwohl der Niederrheinische Radwandertag ausfallen musste.“ Fast die Hälfte des Zuwachses im Kreis gehe „auf die Aktivitäten von Jüchener Bürgern zurück“.