Stadtbetriebe Grevenbroich: Buche neben Elfgener Kunstrasen soll bleiben

Ärger auf dem Fußballfeld am Sodbach : Buche neben Elfgener Kunstrasenplatz soll stehen bleiben

Die Buche, deren Bucheckern im Herbst zu Tausenden auf den Kunstrasenplatz des Spielvereins Rot-Weiß Elfgen fallen und laut dem Verein zu Verletzungen geführt haben, soll nicht gefällt werden. Das empfiehlt Stadtbetriebe-Vorstand Florian Herpel dem Umwelt- und Landschaftspflegeausschuss, der am Mittwoch, 13. März, tagt.

Spielverein-Geschäftsführer Theo Langen (74) hofft nun, dass die Politiker anders entscheiden.

Seit langem fordern die Sportler, dass zwei Buchen am Spielfeldrand gefällt werden. Das Problem: Jedes Jahr würden etliche Bucheckern auf einem Viertel des Spielfeldes liegen. Mehrere Kinder hätten sich bereits Verletzungen zugezogen. „Wenn die Kinder beim Fußballspielen fallen und dann auf die spitzen Schalen stürzen, verletzen sie sich etwa am Bein“, schildert Langen. Acht Kinder seien wegen des Problems bereits aus dem Verein abgemeldet worden. Mitglieder sammelten immer wieder die Schalen und kehrten sie am Gehweg zu Haufen zusammen, berichtet Langen

„Beim Sturm vor wenigen Tagen wurden diese Schalen wieder auf dem gesamten Spielfeld verteilt. Warum beseitigt die Stadt nicht die zusammengekehrten Schalen“, fragt er. Langen kündigt an, dass, wenn die Buchen gefällt würden, auf der Anhöhe fünf neue Bäume auf Vereinskosten gepflanzt werden sollen. Die Stadtbetriebe, die nur von einer Buche sprechen, sehen jedoch keinen Grund für eine Fällaktion, dem Antrag solle nicht zugestimmt werden. „Neben dem Umweltausschuss hatte das Sportamt bereits 2009 diskussionslos den Verbleib des Baumes befürwortet“, erläutert Florian Herpel in der Vorlage für die Sitzung. „Der Verwaltung liegen keine neuen Erkenntnisse vor, die zu einer veränderten Einschätzung führten.“ Im Übrigen „handelt es sich bei dem Samenbefall um eine temporäre Erscheinung des Lebewesens Baum, der man bei Bedarf durch häufigere Reinigung begenen kann“, informiert Herpel. Die Stadtbetriebe würden dabei unterstützen.

Wenn der Sportausschuss der Empfehlung der Stadtbetriebe folge, „wäre das eine große Schweinerei. Wir haben Verletzte “, betont Theo Langen. Sollten die Politiker den Fällantrag ablehnen, will sich der Geschäftsführer an Bürgermeister Klaus Krützen wenden. Als er im Rathaus nachgehakt habe, habe sie erklärt, es gebe Wichtigeres zu erledigen. „Was ist wichtiger als die Gesundheit von Kindern?“, fragt Langen. Zudem denke der Verein daran, bei einer Ablehnung des Antrags „die Ausschussmitglieder einladen, sich die Situation vor Ort anzusehen“.

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