Stadt Jüchen will Verkehrssituation auf der L71 in Gierath verbessern

Straßenbau in Jüchen : Ortsdurchfahrt in Gierath soll saniert werden

Im Rahmen der Fahrbahnerneuerung soll die Verkehrssituation auf der L 71 verbessert werden. Ob der Umbau 2021 erfolgt, ist laut Straßen.NRW noch unklar. Die Neugestaltung von fünf Haltestellen wird auf das Frühjahr vorgezogen.

Die Ortsdurchfahrt in Gierath soll erneuert werden. Das Projekt steht noch nicht im kommenden Jahr an, die Vorbereitungen dafür aber laufen. Unter anderem soll die Verkehrssituation im Kreuzungsbereich der Jüchener-, Neuenhovener-, Bedburdycker- und Gubberather Straße verbessert werden. Wie der Stadtsprecher berichtet, ist die Kreuzung „stark frequentiert“. Zudem seien die Bürgersteige dort „sehr schmal“. Die Stadt habe jetzt die Möglichkeit gehabt, zu handeln. Durch den Abbruch eines landwirtschaftlichen Betriebs auf einer Fläche, die die Stadt vor etwa zwei Jahren erwarb, ist jetzt der nötige Platz vorhanden. Im Rahmen einer Baumaßnahme sollen die schmalen Bürgersteige „ausreichend breiten Gehwegen auf beiden Seiten“ weichen, informiert die Stadtverwaltung. Zudem sei eine „Verschwenkung der Fahrbahn“ angedacht. Dafür wird eine Teilfläche des unbebauten Geländes an der Jüchener Straße benötigt. „Für das verbleibende Restgrundstück ist später eine bauliche Nutzung angedacht“, kündigt die Kommune an.

Der Umbau soll im Rahmen der Fahrbahnsanierung auf der L 71 in der Ortsdurchfahrt erfolgen – laut Stadt voraussichtlich im Jahr 2021. Über die Kosten und den zeitlichen Rahmen kann die Stadt ohne konkrete Pläne noch keine Angaben machen. Ob wirklich im übernächsten Jahr gebaut wird, steht noch nicht fest. Als Straßenbaulastträger für Landstraßen ist der Landesbetrieb Straßenbau.NRW für die Arbeiten zuständig. Wie diese Behörde der Redaktion mitteilt, wird der Zeitplan der Stadt als fragwürdig angesehen. Die Arbeiten stünden „in der Prioritätenliste nicht ganz oben“. Daher sei der Baubeginn 2021 „unwahrscheinlich“. Straßen.NRW verweist auf Vorarbeiten und Untersuchungen, die noch erforderlich sind.

Laut Stadt soll im Zuge des Umbaus unter anderem die Situation für Radfahrer und Fußgänger „am Ortseingang an der Jüchener Straße“ verbessert werden. Viel könne jedoch nicht gemacht werden, teilt Straßen.NRW mit. In Gierath sei zu wenig Platz für einen Radweg durch den Ort. Daher werde lediglich der kombinierte Rad- und Fußweg am Ortseingang ortseinwärts verlängert. Weitere Optimierungen seien kaum möglich. Zur Diskussion stand, die Querungsinsel schmaler zu gestalten. Doch dagegen gab es Bedenken. Wie Straßen.NRW informiert, sei eine solche Insel samt starker Verschwenkung der Fahrbahn eine gute Maßnahme, damit Autofahrer am Ortseingang ihre Geschwindigkeit reduzieren. Eine schmalere Insel würde diesen Nutzen mindern.

Lange bevor die Baumaschinen für die Fahrbahnsanierung anrücken, sollen bereits Anfang kommenden Jahres fünf Bushaltestraßen an der L 71 barrierefrei umgebaut werden. Zum Hintergrund: Nach Vorgabe des Personenbeförderungsgesetzes soll der Öffentliche Personennahverkehr bis zum 1. Januar 2022 vollständig barrierefrei nutzbar sein. In Jüchen wurden bereits einige der rund 100 Haltestellen umgerüstet, weitere folgen. Die Stadt hat mit Straßen.NRW abgestimmt, dass die fünf Bushaltestellen im Bereich der Jüchener und Bedburdycker Straße nicht – wie zunächst vorgesehen – im Rahmen der Straßenerneuerung umgebaut werden, sondern bereits im kommenden Jahr.

Betroffen sind die zwei Haltestellen an der Burgstraße, die zwei an der Neuenhovener Straße und eine Am Ackergrund – wo wegen der engen Verhältnisse die Neugestaltung nur auf einer Seite möglich ist. Mitte des ersten Quartals 2020 soll mit den Arbeiten begonnen werden, teilt die Stadt mit. Das Vergabeverfahren zur Auftragserteilung sei bereits abgeschlossen.