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Jüchen: Sonntag: Neues für Buskunden

Jüchen : Sonntag: Neues für Buskunden

Für Bus-Fahrgäste in Jüchen ändert sich ab Sonntag einiges. Ein neuer Fahrplan tritt in Kraft, und damit wird das Schulzentrum zur wichtigen Haltestelle. Eine Linie des Anrufsammeltaxis entfällt. Das wird ohnehin selten genutzt.

Realschüler und Gymnasiasten dürfen sich freuen: Ab morgen halten wesentlich mehr Busse vor der Schultür. Dafür sorgt ein neues Buslinienkonzept, das morgen ebenso wie ein neuer Fahrplan in Kraft tritt.

Der Vorteil für die Schüler: Realschule und Gymnasium werden jetzt montags bis freitags an die Linien 09 (Hochneukirch/Mönchengladbach), 098 (Richtung Bedburdyck/Grevenbroich) und 870 (Richtung Bedburdyck/Neuss) angebunden. Das heißt, das Schulzentrum wird nun montags bis freitags nicht mehr alleine von der Linie 090 angefahren.

Die Busse rollen im 30-Minuten-Takt — zur Freude auch des Rektors des Gymnasiums, Gerd Acker. Denn künftig sei die Schule flexibler beim Gestalten ihrer Nachmittagsangebote. Immerhin gut zwei Drittel der 1000 Gymnasiasten sind auf die Busse angewiesen.

Nur 40 Fahrten monatlich

Auf solche Fahrgastzahlen kommt das Anrufsammeltaxi in der Gemeinde Jüchen beileibe nicht. Zu durchschnittlich 40 Fahrten pro Monat wird dieser Service gerufen, 45 Personen werden im Schnitt damit befördert, sagt die Mönchengladbacher NVV AG. Das Taxi fährt montags bis freitags nach einem Fahrplan im nördlichen Randbereich der Gemeinde Jüchen — allerdings nur, wenn es mindestens 30 Minuten vor einem dem Fahrplantermine per Telefon angefordert worden ist. Nachdem der früher damit beauftragte Taxidienst keine Lizenz mehr hatte, übernahm die NVV provisorisch den Dienst und setzte bei Anruf einen Mini-Bus ein.

Ab morgen gibt es beim Anrufsammeltaxi ebenfalls zwei Änderungen: Den Dienst übernimmt dann nach Angaben der NVV ein Korschenbroicher Unternehmen, und laut Gemeindeverwaltungen rollt das Sammeltaxi nicht mehr von und nach Damm, weil mit dem Fahrplanwechsel zusätzliche Fahrten der regulären Buslinie 870 über Damm angeboten werden.

Angesichts der geringen Auslastung des Anrufsammeltaxis, das Jüchen mit 12 000 Euro pro Jahr fördert, denkt die Gemeindeverwaltung daran, künftig auf den Bürgerbus zu setzen. Eine Jüchener Initiative will einen solchen von Ehrenamtlern gesteuerten Bus schon seit Jahren rollen lassen. In Korschenbroich fährt schon einer, in Jüchen hingegen steht die Finanzierung noch nicht. Die Gemeinde überlegt, wie sich Sammeltaxi und Bürgerbus effizient verschmelzen lassen.

(RP/rl)