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„Sommersause“ lockte nach Jüchen

Stadtfest : „Sommersause“ lockte nach Jüchen

Erstmals wurde die „Sommersause“ als Stadtfest gefeiert – mit Bühnenprogramm, Ständen und verkaufsoffenem Sonntag. Vereine und andere stellten sich vor. Zugleich war dort eine Station des Niederrheinischen Radwandertags.

Lokale Akteure prägten am Sonntag die gut besuchte „Sommersause“, Jüchen’s Stadtfest. Da waren keine Händler von weit weg, dafür stellten sich die ortsansässigen Geschäfte und Vereine vor. Bei höchst erträglichen Temperaturen hatte der Jüchener Löschzug als Blickfang die 30 Meter hohe Drehleiter ausgefahren. Besucher wurden mit der Drehleiter allerdings nicht in schwindelerregende Höhen befördert.

Wer sich den Marktplatz von der Vogelperspektive aus betrachten wollte, konnte dies bei Peter Schmidt von „Rhein Alpin Industrieklettern“ mit Sitz in Jüchen machen. Marius Mecheels vom Löschzug Hochneukirch erklomm, natürlich gesichert, 17 rote Cola-Kästen – er erreichte eine Höhe von rund neun Metern. Zu den Mutigen, die beim Kistenklettern mitmachten, gehörte auch die achtjährige Pia. Als Belohnung für so viel Courage lockte eine Urkunde mit der Aufschrift „Klettermeisterin“. Mutter Nicole Gerdes gestand: „Von mir hat sie das nicht.“

Peter Schmidt von „Rhein Alpin Industrieklettern“ war ein bisschen enttäuscht: „Die Kirchengemeinde vor Ort fand die Idee großartig, aber das Bistum hatte sich in letzter Minute gegen die Aktion ausgesprochen“: Er meinte das begleitete Abseilen vom Kirchturm von rund 40 Metern Höhe. Die Frage, ob sich entsprechende „Klettermaxe“ gefunden hätten, muss unbeantwortet bleiben.

Die Musikschule „Pro Musica“ konnte dagegen ihr volles Programm bringen, unter anderem präsentierten Arne Harder und Daniel März sich als Gitarren-Duo. Harder, Inhaber von Pro Musica, verteilte das Jahresprogramm der Gitarrenkonzerte und warb schon jetzt für das Gitarrenfestival vom 14. bis zum 17. November: „Wir erwarten dort die besten die besten Gitarrestudenten der Welt.“ Große Sprünge sorgten für große Bewunderung: Die Turnerleistungsgruppe des Turnvereins 1879 Jüchen zeigte das, was sie erst vor kurzem auf dem Deutschen Turnerfest in Hamm gezeigt hatte, nur alles ein wenig kürzer und flacher aufgrund der begrenzten Dimensionen der Bühne.

An das Rehkitz, den Hasen und die vielen anderen Tiere konnten die Kinder ganz dicht dran gehen, sie ergriffen nicht die Flucht - weil sie ausgestopft sind. Obwohl Jüchen ja trotz des Titels „Stadt“ sehr ländlich ist, ist es nicht selbstverständlich, dass Kinder diese Tiere kennen. Und weil das so ist, war die Kreisjägerschaft mit der Rollenden Waldschule vorgefahren. Türkische Spezialitäten wurden am Stand des Deutsch-Türkischen Freundeskreises serviert. „Direkt gesund“ stand an einem Auto, dass wie ein Wohnmobil aussah. Vorgefahren waren Mitarbeiter vom Institut für Prävention und Nachsorge. Es geht heute um den Rücken“, erklärte Sportwissenschaftler Jakob Schopf. Angeboten wurden Rücken- und Bauchmuskelkraft-Messungen. Wer unter Verspannungen der Nackenmuskulatur leidet, bekam zwei, drei einfache Übungen mit auf den Weg.

Der Imkerverein Jüchen zeigte alte Bienenkörbe, neue Bienenbeuten und verkaufte leckeren Bienenstich. Für Tobias Wasilewski von Optik Pleines war das Wetter ein wenig zu bewölkt – kein Wunder, hatte er doch auf einem großen Tisch Sonnenbrillen zum Verkauf ausgebreitet.