Serin Alma, Jürgen Kiltz, Dieter Fink und Johannes Hacks aus Jüchen fürs Ehrenamt ausgezeichnet.

Anerkennung für Bürger: Bürgermeister ehrt Jüchener für ehrenamtliches Engagement

Als herausragende Ehrenamtler wurden von Bürgermeister Harald Zillikens bei einem Empfang im Haus Katz Serin Alma, Jürgen Kiltz, Dieter Fink und Johannes Hacks ausgezeichnet. Sie waren von Bürgern vorgeschlagen worden.

Am Tag des Ehrenamtes zeichnete Bürgermeister Harald Zillikens mit einem abendlichen Empfang im Haus Katz Serin Alma, Jürgen Kiltz, Dieter Fink und Johannes Hacks für ihr Engagement zum Gemeinwohl aus. Dazu gestalteten die Pro Musica-Gitarrenschüler Benedikt Fuhrmann und Toni Lepke den musikalischen Rahmen. Die vier Ehrenamtler seien Beispiele für eine große Zahl von Freiwilligen, ohne die vieles gar nicht im gesellschaftlichen Leben in Jüchen ablaufe, lobte der Bürgermeister und setzt auf den Nachahmungseffekt.

Dies war die dritte Ehrung nach 2015, als der Gemeinderat die Richtlinien für solche Bürgerauszeichnungen beschlossen hatte. Die Bürger selbst nominieren die Ehrenamtler. Der Kultur- und Partnerschaftsausschuss wählt aus den Nominierten dann die Kandidaten für die nächste Ehrung aus. Eine Urkunde und eine Jahreskarte für Schloss Dyck überreichte der Bürgermeister am Mittwochabend den vier ausgezeichneten Ehrenamtlern.

Serin Alma nahm die Ehrung als „Motor des türkisch-deutschen Freundeskreises (TDF)“ entgegen, wie sie Zillikens bezeichnete. Der TDF lebe sein Motto „einfach Mensch sein“ vorbildlich vor, indem er Respekt und Toleranz, ohne Ansehen von Religion, Nation oder Kultur praktiziere. Der TDF sei überall beteiligt – und Serin Alma sei dabei „die Powerfrau, die nicht zu bremsen“ sei und „sich selbst oft überfordert“, wie Zillikens sagte.

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Senior der Geehrten mit 77 Jahren war Dieter Fink, der als Rentner sogar einen zweijährigen Bundesfreiwilligendienst abgeleistet hat und bis heute noch als ehrenamtlicher Senioren- und Behindertenbetreuer in der Diakonie tätig ist. Der Bürgermeister hob vor allem die Tatsache hervor, dass Fink im Alter mit dem Ehrenamt begonnen hat und bezeichnete dies als ein Vorbild für jüngere Jüchener. Fink selbst sagte über seine ehrenamtliche Sozialarbeit: „Es gibt einem auch viel, und man behält den Bezug zur Realität.“

Als „Mann der Tat, der für das Dorfleben in Kelzenberg unersetzlich ist“, wurde Johannes Hacks vom Bürgermeister vorgestellt. Hacks verstehe es auch hervorragend, andere zur Mitarbeit zu gewinnen, erinnerte sich Zillikens, dass er selbst schon im Anzug von Hacks „dienstverpflichtet“ worden war, bei einer Dorfverschönerung tätig mit anzupacken. „Denkmäler“ habe sich Hacks mit der vorbildlich hergerichteten Vorzeigebushaltestelle in Kelzenberg und mit der Beleuchtung für den Bolz- und Spielplatz am Feuerwehrgerätehaus geschaffen.

Geehrt wurde auch Jürgen Kiltz für seine mittlerweile sechs Bücher über die Geschichte Jüchens, die er absolut ehrenamtlich, ohne Honorar, geschrieben habe. Dabei sei der ehemalige Studiendirektor des Neusser Humboldt-Gymnasiums nicht nur enorm fachlich versiert, sondern auch wahnsinnig schnell: „Ich habe kaum eine Idee für eine neue Veröffentlichung geäußert, da ruft mich Jürgen Kiltz schon an und sagt, er habe da mal ein paar hundert Seiten geschrieben, die jetzt auch gedruckt werden können“, berichtete der Bürgermeister über den Aktivpensionär, der auch im Vorstand des Fördervereins für das Gemeindearchivs, im Partnerschaftsverein Jüchen-Leers und im Kulturausschuss tätig ist. Und Zillikens verriert, dass Klitz schon wieder an einem neuen Buch arbeitet. Diesmal soll es um die Geschichte von Haus Katz gehen.

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