1. NRW
  2. Städte
  3. Jüchen

Jüchen: Seniorennetzwerk hat Probezeit bestanden

Jüchen : Seniorennetzwerk hat Probezeit bestanden

Das Seniorennetzwerk 55plus hat in Zusammenarbeit mit dem Caritasverband Rhein-Kreis Neuss als Träger seine dreijährige Projektphase gut gemeistert.

So gut, dass die Gemeinde Jüchen es zwar weitere zwei Jahre lang fördert, aber ihre Unterstützung reduzieren kann. Bürgermeister Harald Zillikens und Caritas-Vorstand Norbert Kallen haben eine Vereinbarung unterzeichnet, die eine weitere hauptamtliche Begleitung des Netzwerks bis zum September 2013 sicherstellt.

Weil das Seniorennetzwerk sich in den drei Jahren gut etabliert hat, kann der personelle Einsatz nun um die Hälfte reduziert werden. Caritas-Mitarbeiter Heinz Schneider wird deshalb nur noch für eine Viertel-Stelle für das Jüchener Netzwerk da sein. Das Geld für Mieten, Material und Flyer stellt die Gemeinde als Sachleistungen auch weiterhin, bei den finanziellen Zuschüssen hat sie ihre Hilfe für die kommenden zwei Jahre auf 15 000 Euro halbiert.

Im Jahre 2008 war das Seniorennetzwerk 55plus an den Start gegangen. "Wir waren positiv überrascht, dann auch in Gemeinden mit ländlichen Strukturen das Angebot so gut angenommen wurde", bilanziert Schneider, der schon in Städten wie Neuss, Dormagen und Rommerskirchen Seniorennetzwerke aufgebaut hat. Zu den Gruppen, die mittlerweile fest angeboten werden, zählen ein PC-Treff, ein Kurs für gemeinsames Zeichnen und Malen, eine Wandergruppe, eine Seniorentanzgruppe, ein Rad- und ein Kulturtreff. Gleichgesinnte sollen so zusammenfinden und trotzdem, das ist dem Netzwerk wichtig, "keinen Druck, keine Verpflichtung spüren", so Schneider.

"In den drei Jahren hat sich ein Stamm von circa 150 Menschen gebildet, die regelmäßig an den Treffen der verschiedenen Gruppen teilnehmen. Jede Gruppe hat einen einen oder mehrere Gruppensprecher, die sich um die Organisation der Treffen kümmern", erklärt Schneider. Er spricht auch mit anderen Vereinen und Institutionen, mit denen das Netzwerk zusammenarbeitet — zum Beispiel mit Schulen und Kirchengemeinden.

Weitere Informationen gibt es bei Heinz Schneider, Tel. 02165 912886 und über die Gemeinde-Homepage.

(RP/rl)