Jüchen: Schon als Kind den Traumberuf gefunden

Jüchen: Schon als Kind den Traumberuf gefunden

Susanne Adams hat als Erzieherin ihren Traumberuf gefunden. Im katholischen Kindergarten St. Simon und Thaddäus betreute sie zwei Generationen von Familien. Was sie an Kindern fasziniert: "Sie haben viele Ideen und sind immer ehrlich."

Laut jubelnd rennt eine Horde Kinder auf Susanne Adams zu: Die Mädchen und Jungen fallen ihr in die Arme, rufen: "Endlich bist du wieder da!" Dabei war die Leiterin des Kindergartens St. Simon und Judas Thaddäus nur für einige Tage bei einer Fortbildung. Es sind Momente, wie diese, bei denen der 46-Jährigen mal wieder bewusst wird, dass sie für sich die perfekte Berufsentscheidung getroffen hat. Und ein wenig warm ums Herz wird es ihr dabei auch.

Manchem fällt es schwer, sich den späteren Job vorzustellen - anders Susanne Adams: "Dass ich Kindergärtnerin werde, stand für mich schon fest, als ich selbst in den Kindergarten kam", erzählt die Wahl-Viersenerin. "Es ist genau die Tätigkeit, die ich mir immer gewünscht habe."

Geboren in Wickrathberg, zog Adams vor drei Jahren nach Viersen. Nach der Schule absolvierte sie die Ausbildung zur Erzieherin, nahm ihre erste Arbeitsstelle in Mönchengladbach-Rheydt an. Der katholische Kindergarten in Otzenrath/Spenrath ist ihre dritte Arbeitsstelle, als 26-Jährige begann sie dort ihren Dienst - und fühlt sich auch nach 20 Jahren unverändert wohl. Keine Überraschung, dass dieses Dienstjubiläum gefeiert wurde - mit Kollegen, Kindern und deren Eltern. "Unser Team ist klasse - und da sind die Kinder: Sie sind toll." Was die Kita-Leiterin besonders an ihrem Job fasziniert: "Ich kann sehen, wie die Kinder lernen, wie sie sich weiterentwickeln und sie auf diesem Weg begleiten."

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Das hat Susanne Adams schon bei vielen Familien in Otzenrath/Spenrath getan: "Mittlerweile betreue ich bereits die ,zweite Generation' von manchen Familien." Ihre ersten Schützlinge seien längst im Eltern-Alter: Mütter und Väter, die früher selbst in ihrer Gruppe waren, bringen nun ihre Söhne und Töchter zu Adams. "Das ist sehr schön", meint sie. Deshalb kennt sie auch fast jeder in Otzenrath: Wenn sie durch die dortigen Geschäfte schlendert oder über die Straße geht, wird sie überall mit Namen begrüßt.

Zum Start des neuen Kita-Jahres hat sich in "St. Simon und Thaddäus" einiges verändert: Auch sechs Mädchen und Jungen ab zwei Jahren sind dort aufgenommen worden, seit dem Sommer haben sich die Kleinsten eingewöhnen können. Das bedeutet für Adams und ihre Kolleginnen eine Zusatzausbildung als U3-Fachkraft. In der Kita gibt es zwei Gruppen: Susanne Adams betreut die Mäuse-Gruppe mit 20 Kindern, zu den Käfern gehören 25 Mädchen und Jungen. Die Zwei- bis Dreijährigen spielen mit den Älteren, haben aber auch die Möglichkeit, im Schlafraum mittags ein Nickerchen zu machen. Zudem hat jede Gruppe ihre eigenen Räume.

Und wenn Susanne Adams die Tür des Kindergartens hinter sich schließt, geht sie ins Schwimmbad oder fährt Rad. Und auch wenn Adams selbst keine Kinder hat - täglich freut sie sich auf ihre Schützlinge in der Kita: "Ich schätze ihren Ideenreichtum und ihre Ehrlichkeit. Sie sagen immer geradeheraus das, was sie denken."

(NGZ)
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