Schlossfrühling am Schloss Dyck in Jüchen mit tausenden Besuchern

Schloss Dyck in Jüchen : "Schlossfrühling" lockt Tausende an

Der Schlosspark in Dyck war zwei Tage lang Anlaufstelle für zahlreiche Gartenfreunde - mit vielen Pflanzen, Accessoires und Dekorationstipps zum Frühling. Nach Auskunft der Stiftung Schloss Dyck kamen rund 10.000 Besucher.

Der Frühling steht unmittelbar bevor - das ist in den Wetterberichten zu hören. Insofern spielte es kaum eine Rolle, dass es noch ganz schön kalt war beim "Schlossfrühling" am Ostersonntag und -montag. Das Event war wieder sehr inspirierend, die zahlreichen Besucher bekamen jede Menge Anregungen, wie sie das Thema "Frühling" in Haus, Garten und Kleiderschrank umsetzen können. Schloss und Park waren selbstverständlich wieder kitschfreie Zone.

Wie groß die Anziehungskraft des "Schlossfrühlings" ist, machte Heike Kranenberg aus Reichshof im Oberbergischen deutlich: "An meinen Sichtschutzwänden aus Haselnussholz zeigten Besucher Interesse, die eigens aus Iserlohn angereist waren." Heike Kranenburg präsentierte unter anderem schicke Blockhäuser für den stilvollen Garten und modische Gartenmöbel.

Harry van der Gugten setzte noch einen drauf, freute sich, dass der "Schlossfrühling" mit Regen begann: "Meine Bilder sind für den Garten bestimmt, ihnen machen Regen, Wind und Schnee nichts aus." Das "Geheimnis": Es handelt sich um Drucke auf Polyesterleinwand. "Genießen statt Gießen", lautete das Motto an einem der großen Kakteenstände.

Regelmäßige Besucher wissen, dass der Stand von Reinhard und Ute Schenkendorf aus Alpen Pflanzenliebhabern immer Interessantes zu bieten hat. "Glockenblumen-Rapunzel ist ein Märchengemüse, das es so eigentlich nicht mehr zu kaufen gibt", erklärte Reinhard Schenkendorf seinem Publikum. Und er fügte hinzu: "Es ist nicht nur nostalgisch, sondern auch sehr gesund.

So ist es reich an Insulin." Ein weiteres altes Bauerngemüse, das es bei ihm zu kaufen gab: Rüsselrettich. Wie auf einer Finca auf Mallorca fühlten sich die Besucher bei Tjardo Harders vom Weingut Jakob Gerhardt in Nierstein am Rhein: Der Winzer vertreibt auch edlen Rebensaft aus Mallorca. Es gab aber auch französische Impressionen auf dem Frühlingsfest, dazu trug neben der Creperie vor allem das "Petit Paris" von Tristan Iser aus Drensteinfurt mit einem nostalgischen Wagen bei.

Bunt-bizarre Vogelhäuser, Gartenmöbel, aus dem Vollen geschnitzt mit organischen Formen, kulinarische Genüsse für laue Sommerabende, tolle Windspiele und Vieles, Vieles mehr: Das Angebot war wieder enorm groß auf dem Schlossareal. "Drei Anbieter hatten wegen Grippe absagen müssen", erklärte Ulla Illbruck, Mitorganisatorin beim "Schlossfrühling". Es fiel gar nicht auf, eben weil es so viel zu sehen gab.

Im Stallhof schlugen die Herzen vor allem der Besucherinnen höher. Das lag an Ausstellerinnen wie Sabine Minten aus Bonn. Sie verkauften unter anderem die selbstgestylten und zum Teil selbstgenähten Wenderöcke, auf der einen Seite in Uni, auf der anderen Seite mit Blumenmuster - Kleidungsstücke, die auch als Oberteile eingesetzt werden können.

Kinder hatten ihren Spaß an der "Haseninvasion", zwei Osterhasen verteilten Eier und Süßigkeiten an die Kleinen, die auch Körbchen basteln konnten.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Ostermarkt und Schlossfrühling 2018 am Schloss Dyck

(NGZ)
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