Jüchen: Schloss-Dyck-Lauf: Schon wieder Rekord

Jüchen : Schloss-Dyck-Lauf: Schon wieder Rekord

714 Teilnehmer beim "Run" durch den Park: Den Zehn-Kilometer-Lauf meisterte Habtom Tedros in knapp 34 Minuten.

Ganz schön ins Schwitzen kamen die Teilnehmer des zwölften Schloss-Dyck-Laufs gestern Mittag: In der prallen Sonne starteten sie zu verschiedenen Läufen durch den Schlosspark - und gingen dabei zum Teil an ihre Grenzen. "Die Läufe sind nicht vergleichbar mit denen normaler Straßenläufe", betont Jens Spanjer.

Der Schloss-Stiftungsvorstand hatte die beliebte Veranstaltung im Vorfeld mitorganisiert und weiß um deren Vorzüge: "Landschaftlich ist das etwas ganz Besonderes. Die Teilnehmer haben fast immer einen freien Blick auf das Schloss, im Park blühen die Pflanzen prächtig." Im Zickzack führte die Laufroute die Teilnehmer über die Parkwege, so kamen stolze fünf Kilometer zusammen.

Mit einer Teilnehmerzahl von genau 714 knackte der Schloss-Lauf den Rekord, der erst im vergangenen Jahr aufgestellt worden war - wenn auch knapp: Damals waren es 700 Menschen, die an den Start gingen. Bürgermeister und Schirmherr Harald Zillikens gab diesmal jeweils die Startschüsse zu den Läufen - mit einer Konfettikanone.

Die größte Teilnehmer-Gruppe stellte gestern mit rund 100 Schülern, Lehrern und Eltern das Gymnasium Jüchen. "Wir haben viel Werbung für die Teilnahme gemacht. Das ist ein Lauf in der Gemeinde Jüchen, bei dem es sich lohnt, dabei zu sein", sagte Sportlehrer Martin Meyer. Schwerpunktmäßig seien Schüler der Jahrgangsstufen 5 und 6 sowie 10 bis 12 mitgelaufen, auch mehrere seiner Kollegen waren dabei. Schulleiterin Monika Thouet: "So eine Laufveranstaltung fördert auch die Schulgemeinschaft."

Flott unterwegs waren bei der Königsdisziplin, dem Zehn-Kilometer-Lauf, vor allem Miriam Herzhoff aus Jüchen und Habtom Tedros aus Neuss. Der aus Eritrea stammende 20-Jährige, der als Flüchtling nach Deutschland gekommen war und Mitglied der TG Neuss ist, legte die Strecke in gerade einmal 33 Minuten und 37 Sekunden zurück - ein Wert, auf den er stolz sein kann. "Richtig zufrieden bin ich aber nicht, das ist nicht meine Bestzeit", merkte er selbstkritisch an. Diese liege um die 32 Minuten.

Ähnliches berichtete Miriam Herzhoff: Sie hatte es im vergangenen Jahr auf den zweiten Platz geschafft, obwohl ihre Zeit 2017 besser war als die, die sie gestern hinlegte. Jetzt reichte es dennoch für den ersten Platz: 43 Minuten und 56 Sekunden brauchte sie vom Start bis ins Ziel. "Die Strecke ist sehr schön und birgt unterschiedliche Herausforderungen, viele Steigungen und unterschiedliche Bodenbeschaffenheiten."

Die 26-Jährige schaffte es auch im Fünf-Kilometer-Lauf an die Spitze. "Ich laufe etwa sechsmal pro Woche", erzählte die Triathlon-Freundin und Fitnesstrainerin nach ihrem Einlauf durch das Ziel. Alle Starter - auch die, die es etwas langsamer angehen ließen - genossen jedoch vor allem eines: die herrliche Aussicht bei strahlend blauem Himmel über dem Park und dem historischen Wasserschloss.

Freuen konnte sich die Kinder- und Familienhilfe Namibia, die den Erlös aus dem Verkauf von Getränken und Speisen Hilfsprojekten zugutekommen lassen möchte. Seit vielen Jahren gestaltet der Glehner Verein den Lauf mit.

(cka)
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