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Schloss Dyck in Jüchen: Garten-Schönheit als Fotomotiv

Ausstellung im Schloss Dyck : Garten-Schönheit als Fotomotiv

Gewinner und Bestplatzierte des internationalen Preises für Gartenfotografie – International Garden Photographer of the Year – stellen bis zum 1. März im Schloss Dyck aus. Die Werke erinnern an die Schönheit der Natur.

Während die Farben in der Natur zum Winter hin verblassen, präsentiert sich die Natur im Schloss Dyck in voller Farbenpracht: Dafür sorgt die aktuelle Fotoausstellung. Die  ausstellenden Fotokünstler haben sich an einem Wettbewerb beteiligt: Alle wollten den mit 7.500 britischen Pfund dotierten Titel „International Garden Photographer of the Year“. Der Gewinner, aber auch jeweils die drei Bestplatzierten in 14 Kategorien dürfen ihre Arbeiten jetzt auf Schloss Dyck ausstellen.

Kurator Martin Wolthaus erklärte, dass Fotografen aus allen Ländern dieser Erde berechtigt waren, Fotos einzureichen. „Dieser niederschwellige Zugang war gewollt“, sagte der Kurator. Die Exponate stammen je zur Hälfte von Amateuren und von Profis. „Diese Ausstellung spiegelt die Vielfalt der Motive, aber zugleich auch die Vielfalt der Fotografie wider“, erklärte Wolthaus.

Jens Spanjer, Vorstand der Stiftung Schloss Dyck, sprach in seiner Eröffnungsrede von einem „wundervollen Projekt“. Und er blickte rund 200 Jahre zurück, als der Garten von Schloss Dyck angelegt worden war: Damals wurde die Flora gezeichnet. Einige Exponate in der Ausstellung IGPOTY in Schloss Dyck wirken wie gemalt. Erst bei genauerem Hinsehen kommt der Betrachter zu der Erkenntnis, dass es sich doch um Fotos handelt. Stillleben in dunklen Farbtönen erinnern in frappierender Weise an die Ölmalerei der alten Meister. Es überwiegt allerdings der moderne Blick auf das derzeit so aktuelle Thema. Dass das Foto von Jill Welham das mit dem größten Format ist, hat einen Grund: Sie ist die Gesamtsiegerin des Awards, ihr wird im Schloss Dyck für die eine Arbeit eine ganze Wand gewidmet. Sie bedient sich der Cyanotypie, eines Edeldruckverfahrens auf der Basis einer Fotografie. Man muss die Einzelheiten nicht kennen, um von dem Foto in seinen Bann gezogen zu werden: Die floralen Motive sind deutlich erkennbar, die Farbigkeit ist fast so reduziert wie die eines Röntgenbildes.  Die wohl am meisten reduzierte Arbeit stammt von Andy Farrer. In der Kategorie „Bäume, Gehölze, Wälder“ setzte er einen Baum in Szene, indem er ihn in ein monochromes Umfeld setzte. Die Wildblumenlandschaft von Robert Gibbons, der exotische Charme der Tropen bei Jocelyn Horsfall, das wunderschöne Stillleben mit Früchten von Rob Dougall, sie alle haben bei aller Unterschiedlichkeit etwas gemeinsam: Sie erinnern daran, wie schön die Natur ist. Überwiegend wirkt diese Natur unberührt, fast schon paradiesisch.

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Interessant sind aber auch die Fotos der Kategorie „Stadtbegrünung“. Halu Chow machte hier den ersten Platz mit einem Foto mit nur zwei Farben: Die Gebäude sind in einem Braunton gehalten, die Natur in einem Türkiston.