Romwallfahrt mit Musikern aus Jüchen

12. Malteser-Rollstuhlwallfahrt nach Rom: Mit dem „Halleluja-Bus“ durch die Heilige Stadt

Michael und Simon Förtsch aus Jüchen begleiteten eine Gruppe von Schülern bei ihrer eindrucksvollen Wallfahrt nach Rom, wo Vater und Sohn auch die Konzerte leiteten. Es war eie Wallfahrt, an der viele Rollstuhlfahrer teilnahmen.

Michael Förtsch und sein Sohn Simon sind voller Eindrücke von der 12. Malteser-Rollstuhlwallfahrt nach Rom heimgekehrt. Michael Förtsch, der Musik- und Mathematiklehrer am Malteser-Gymnasium Willich ist, hat bei dieser mit 800 Teilnehmern weltweit größten Behindertenwallfahrt nach Rom nun schon zum zweiten Mal mit jungen Leuten von seiner Schule in den bedeutendsten Kirchen Roms wie St. Paul vor den Mauern, in der Lateran Basilika und im Petersdom die großen Pilgermessen musikalisch gestaltet.

Der 61-jährige Jüchener erzählt: „Ich bin richtig stolz auf unsere Schüler der Bigband, von denen etliche Mitglieder ein halbes Jahr investiert hatten, um regelmäßig für unser spezielles Rom-Repertoire zu proben.“ Wie schon vor zwei Jahren konnte das Gymnasium auch diesmal wieder eine sehr gute zwölfköpfige Bläsergruppe mit jungen Leuten auf die Reise schicken. Mit dabei war auch diesmal wieder Freifrau Michaela von Heereman mit ihrem Tenorhorn. Sie ist Kuratoriumschefin und das Bindeglied zwischen den Maltesern und dem Gymnasium. Da Michael Förtsch an der Tuba unverzichtbar war, nahm die Bläsergruppe auch Simon Förtsch mit, der Trompete spielte und vor allen Dingen die Einsätze gab.

Vater und Sohn sprudeln nur so über wenn sie erzählen: „Die Polizeieskorte, die unsere insgesamt 21 Busse vom Hotel jeden Tag die 35 Kilometer in die Innenstadt von Rom gelotst hat, war sehr beeindruckend.“ Und Simon verrät: „Unser Bus war der aus dem Bistum Aachen und er wurde ganz einfach nur Halleluja-Bus genannt, weil unser Busleiter Lothar Kempski immer und überall zur Begrüßung und zum Abschied mit uns das Halleluja anstimmte.“ Michael Förtsch war beeindruckt, wie „seine“ jungen Leute mit den Rollstuhlfahrern umgehen konnten. „Wir alle haben vor der Reise noch einmal den so genannten „Rolli-Führerschein“ gemacht, damit wir unterwegs mithelfen konnten“, berichtet er.

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Der soziale Aspekt sei nämlich ebenso wichtig wie der musikalische Part in den großen Kirchen Roms.

Und es seien alle richtig herzlich zusammen gewachsen: „Unsere älteste Teilnehmerin Rosemarie mit ihren 90 Jahren ebenso wie unser erst 14-jähriger Schüler Leo,“ sagt Miachel Förtsch, der mit seinem Sohn schon wieder die nächste Pilgerreisen in drei Jahren plant. Wohin es geht, steht aber noch nicht fest.

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