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Jüchen: Regen verzögert Zeitplan für die A 46-Baustelle

Jüchen : Regen verzögert Zeitplan für die A 46-Baustelle

Bis 22. Dezember soll der Standstreifen der A 46 Richtung Heinsberg ausgebaut sein. Doch starker Regen bringt Probleme für die Arbeiter.

"Alles, nur kein Regen": Das denkt Klaus Dahmen, Projektleiter für die Großbaustelle an der Autobahn 46, jeden Morgen beim Blick aus dem Fenster. Denn der Zeitplan für das Millionen-Vorhaben ist eng: "Am Freitag vor Weihnachten wollten wir mit der Erneuerung des Standstreifens in Richtung Heinsberg fertig sein", so Dahmen beim Gespräch im Jüchener Büro des Baulastträgers "Straßen NRW". Doch starker Regen - wie am vergangenen Freitag - könnte dieses ehrgeizige Vorhaben gefährden. "Dann steht das Wasser auf der Fahrbahn, wir können keine neue Schicht aufbringen", schildert der Projektleiter.

Bis zum Jahr 2017 wird die heute vierspurige Autobahn 46 zur Großbaustelle. Zwei Fahrspuren zwischen den beiden Autobahnkreuzen Holz und Wanlo werden zusätzlich entstehen. Wegen des Braunkohletagebaus wird die Autobahn 44n neu errichtet und das Kreuz Jackerath neu angelegt. Insgesamt fließen 105 Millionen Euro in diese neuen Verkehrswege. Davon werden die Autofahrer auch nach dem Ende des Tagesbaus profitieren, sagt Klaus Dahmen: "Der Verkehr kann in Zukunft besser fließen, wenn etwa die Autobahn 46 in beide Richtungen von vier auf sechs Spuren ausgebaut ist."

Zurzeit wird auf der A 46 in Richtung Heinsberg der bisherige Standstreifen vollständig abgerissen und Schicht für Schicht neu aufgebaut. Rund 20 Arbeiter sind dort, auch beim Materialtransport, im Einsatz; selbst nachts. Rund 20 000 Kubikmeter Baustoffe werden dazu verwendet, 1500 Lastwagen sind für dessen An- und Abtransport unterwegs. Für die Autofahrer bedeutete dies: Sie mussten zeitweise Staus und stockenden Verkehr hinnehmen. "Es kam zu Staus zwischen zwei und fünf Kilometern Länge. Allerdings nicht an jedem Tag", schildert Klaus Dahmen, der selbst täglich - manchmal mehrfach - die Baustelle besucht. Was ihn aufatmen lässt: "Unfälle haben sich im Bereich der Baustelle bisher nicht ereignet; einmal ist ein Lastwagen liegengeblieben."

Ursache dafür ist die zeitweise Sperrung eines Fahrstreifens in Richtung Heinsberg: "Werktags zwischen 20 und 14 Uhr, freitags nur bis 13 Uhr haben wir diese Sperrzeiten eingerichtet", erläutert der Projektleiter. Dann steht für die Autofahrer nur noch eine einzige Fahrspur zur Verfügung - über die andere wird Baumaterial transportiert. Dies sei möglich, weil die Sperrzeiten außerhalb der Verbotszeiten für Arbeiten auf Autobahnen liegen.

Sollte der Regen den engen Bauplan ins Wasser fallenlassen, dann wird der Standstreifen erst im Januar fertiggestellt werden.

Anschließend wird der Ausbau des Mittelstreifens vorbereitet: Dazu fließt der Verkehr über den ausgebauten Standstreifen und die benachbarte Fahrbahn; dahinter ziehen die Arbeiter eine Stahlwand. Diese trennt die Straße vom nächsten Baufeld: "Bis März 2015 soll der Mittelstreifen ausgebaut werden", kündigt Klaus Dahmen an. Dann folgen die Fahrbahnen Richtung Düsseldorf.

(NGZ)