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Pflanzen in Neuenhoven: Blumenpracht bei der Tauschbörse

Pflanzen in Neuenhoven : Blumenpracht bei der Tauschbörse

Nach zweijähriger Pause war die Pflanzentauschbörse ein voller Erfolg. Zahlreiche Sachverständige hatten sich in Neuenhoven eingefunden.

 Nach zwei Jahren pandemiebedingter Zwangspause gab es am Samstag erstmals wieder eine Pflanzentauschbörse bei Biobauer Essers im Hof von Haus Neuenhoven. Der Nabu Jüchen hatte zwei Bierzeltgarnituren mit Pflanzen bestückt. Wer nichts zum Tauschen mitgebracht hatte, durfte etwas Geld in eine Spendenbox werfen. Es waren aber auch private Pflanzenfreunde gekommen, um interessante Gewächse zu kaufen beziehungsweise zu tauschen. Was auffiel war die große Sachkenntnis. Vom Nabu waren vor allem Angelika auf der Horst und Rudolf Kuhn überaus kompetente Ansprechpartner.

Einige Besucher hätten sich eine noch größere Auswahl gewünscht, aber insgesamt waren die Resonanz und die Auswahl schon befriedigend. Ruth Jäger aus Jüchen suchte Ausgefallenes für ihr 1.800 Quadratmeter großes Grundstück. Die 73-Jährige ist weiter bemüht, noch mehr Artenvielfalt auf ihr Grundstück zu bringen; sie ist nicht bereit, rund die Hälfte ihres Gartens für das Baugebiet Jüchen-West abzugeben. Sie hatte sich Dahlienknollen mitgenommen, die als solche längst noch nicht zu erkennen waren. Im Spätsommer werden sie in Tiefrot-Weiß beziehungsweise Blau-Gelb blühen. „Die werden in meinem Treibhaus noch ein wenig aufgepäppelt“, erklärte die begeisterte Hobby-Gärtnerin. Silke Bellingrodt aus Glehn hatte ihre Töchter Stella und Hellen mitgebracht – selbstverständlich nicht zum Tauschen, dafür waren die Herbstanemonen bestimmt. „Sie blühen von Juni bis September in einem wunderschönen Rosa und ziehen Bienen, Hummeln und Schmetterlinge an“, erklärte die Glehnerin. Die marokkanische Minze entfaltete ihren tollen Duft, ein Spritzer der Minze macht selbst ein schnödes Glas Wasser zu einem tollen Erfrischungsgetränk.

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Ingrid Paulußen, in Hochneukirch bekannt als „die Kräuterfrau“, hatte unter anderem kleine Tomatenpflänzchen mitgebracht. Die beliebten Pflänzchen stießen schon wenige Minuten später auf großes Interesse, waren schnell weg vom Holztisch, und das war auch gut so: Da kamen nämlich schon weitere Pflanzenfreude mit Gefäßen wie zum Beispiel Wäschekörben und konnten ihre Tauschware ausbreiten. Dieter Mouwens aus Jüchen hatte kleine Kostbarkeiten mitgebracht bis eine knapp 20 Zentimeter hohe Mittelmeerpinie oder einen noch kleineren Gingko-Baum. Ob es ein männlicher oder ein weiblicher Baum sei, wurde er gefragt. Mouwens“ wirkliches Steckenpferd ist die Rosenzucht. Am Samstag war er auch auf der Suche nach Bodendeckern.